Nach 41 Jahren im Dienst der Gemeinde geht Volkmar Schommer in Rente

Beckingen : Nach 41 Jahren sagt Volkmar Schommer Adieu

Der Beckinger Hauptamtsleiter wurde bei einer Feier in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger wird Michael Buchheit.

„Der erste Beamte der Gemeinde Beckingen verlässt das Schiff, aber kein sinkendes“, meinte Bürgermeister Thomas Collmann am Mittwoch bei der Verabschiedung von Gemeindeoberamtsrat Volkmar Schommer im Kreise von derzeitigen und früheren Mitarbeitern des Rathauses, der Altbürgermeister Franz Kien und Erhard Seger sowie weiterer Gäste.

„Ich habe heute die ehrenvolle Aufgabe, dir für die der Gemeinde geleisteten Dienste zu danken. Seit ich am 1. Juni 2017 als Bürgermeister begann, habe ich selbstverständlich mit dir als erstem und geschäftsleitenden Beamten vertrauensvoll zusammengearbeitet“, sagte Collmann. „Mir war sehr wohl bewusst, dass du in der Amtszeit meines Vorgänger Erhard Seger dessen engster Mitarbeiter warst. Da ich dich aber als Person kannte, bestand für mich jedoch überhaupt keine Veranlassung, irgendeine personelle Veränderung in der Geschäftsleitung der Gemeinde vorzunehmen“, verriet er. „Ich war davon überzeugt, dass ich einen loyalen und kompetenten Verwaltungsmitarbeiter vorfinde, der auch mir stets zielgerichtet zuarbeiten wird.“, sagt der Verwaltungschef.

„Diese Auffassung wurde in der 21-monatigen Zusammenarbeit, ganz besonders im Personalbereich, wo du das notwendige Fingerspitzen- und Feingefühl gezeigt hast, immer wieder bestätigt“, sagte Collmann, der nur vergleichsweise kurz Chef von Schommer war. „Du hast mir aber auch kurz nach meiner Amtsübernahme mitgeteilt, dass deine persönliche Lebensplanung dergestalt vollzogen werden soll, zum jetzigen Zeitpunkt Resturlaub zu nehmen und danach in den Ruhestand zu treten“, sagte er. Diese Entscheidung habe er toleriert und mit Schommer verwaltungsintern die Nachfolge geregelt. „Es wurde ein Generationswechsel eingeleitet, den der Nachfolger Michael Buchheit mit steuern soll“, betonte der Bürgermeister und würdigte Schommers beruflichen Werdegang in 41 Dienstjahren (siehe Info).

Collmann bezeichnete Schommer als einen Mitarbeiter, der dafür bewundert wurde, komplexe Sachverhalte sehr schnell und kompetent dokumentieren zu können. Er sei stets sachlich und ruhig bei allen Entscheidungen geblieben, was ihm auch die Wertschätzung aller Kollegen einbrachte. Auf den Umgang mit ihnen habe er immer größten Wert gelegt. Collmann hob auch die Fähigkeiten von Schommer bei der Stellenbewertung hervor, wo er ein anerkannter Fachmann mit hohem Ansehen gewesen sei. In einem sehr wohlwollenden Maße habe er die Interessen der Bediensteten vertreten.

„Wir alle danken dir für deine Tätigkeit und positives Wirken hier in der Verwaltung und deinen Einsatz zum Wohle unseres Gemeinwesens“ , sagte Collmann und wünschte ihm alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit.

Altbürgermeister Erhard Seger, der ein besonderes Verhältnis zu Schommer hatte, erinnerte an die erfolgreichen lockeren Runden mit ihm und anderen Mitarbeitern in seinem Büro freitags nach Dienstschluss, bei der Stärken und Schwächen analysiert worden seien.

Auch sein Nachfolger Michael Buchheit lobte seinen ausscheidenden Kollegen: „Volkmar und ich arbeiten jetzt schon über 35 Jahre zusammen und haben hier in der Verwaltung schon vieles erlebt, gemeinsam bewegt und Themen vorangetrieben. Er ist immer ruhig, besonnen und vor allem sachlich an die Aufgabenbereiche herangegangen.“ Die gute Zusammenarbeit – auch  mit dem Personalrat – betonte dessen Vorsitzender Peter Zenner. Für die Abteilungsmitarbeiter sprach Armin Buchheit Dankesworte.

Diese gab Schommer zurück. „Ich habe mich immer wohlgefühlt bei der Gemeinde Beckingen und nie bereut, dort hin gegangen zu sein.“ Er unterstrich das gute Betriebsklima im Rathaus und appellierte, dass dieses auch so bleibt. Volkmar Schommer wird nun nicht nur mehr Zeit für seine Familie haben, sondern auch seiner großen Leidenschaft als Autor verstärkt nachgehen können. Unter anderem sind zwei interessante Bände unter dem Titel „Bewegte Jahre“ erschienen und auch mit seinen Fortsetzungsreihen zu regionalen geschichtlichen Ereignissen in der Saarbrücker Zeitung hat er eine große Leserschaft erreicht, was künftig so sein soll.

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