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Uni-Bus fährt in den Semesterferien öfter

 Dreh- und Angelpunkt für Busfahrten ist der Rendezvous-Platz in St. Ingbert. Hier fährt vom Bussteig E die Linie 170 zur Universität ab. Seit Dezember sogar öfter als bisher. Foto: Patricia Müller
Dreh- und Angelpunkt für Busfahrten ist der Rendezvous-Platz in St. Ingbert. Hier fährt vom Bussteig E die Linie 170 zur Universität ab. Seit Dezember sogar öfter als bisher. Foto: Patricia Müller FOTO: Patricia Müller
St Ingbert. In 15 Minuten zum Campus, das ist schnell. Als Uni-nah wird St. Ingbert trotzdem selten angesehen. Um diesem Image entgegenzuwirken und die Stadt für Studenten attraktiver zu machen, wurde der Fahrplan der Linie 170 nun erweitert. Ab 10. Februar fahren die Busse auch in den Semesterferien. Von SZ-RedaktionsmitgliedPatricia Müller

In nur einer Viertelstunde vom Rendezvous-Platz in St. Ingbert zur Universität. Das geht mit der Buslinie 170. Als "Uni-nah" und "wichtiger Umsteigestandort" wird St. Ingbert jedoch "von vielen in der Stadt selbst und auch von außen nicht wahrgenommen", sagt der Beigeordnete Adam Schmitt (Grüne). Doch gegen diese Auffassung geht die Stadt nun mit einer Verstärkung der Uni-Buslinie an. Seit dem 15. Dezember pendelt die Linie 170 häufiger zwischen Stadt und Campus - auch an vorlesungsfreien Tagen. Das war bislang nicht üblich. Ab dem 10. Februar, wenn die vorlesungsfreie Zeit beginnt, fährt der Bus zum ersten Mal im Stundentakt. Die erste Abfahrt ist um 7.30 Uhr am Rendezvous-Platz, dann folgen stündliche Abfahrten von 8 bis 20 Uhr. Die Rückfahrten erfolgen von 8.12 Uhr bis 14.12 Uhr und dann von 15.15 Uhr bis 20.15 Uhr. Bisher fuhren lediglich fünf Einzelfahrten morgens und nachmittags.

Der Halbstundentakt während der Vorlesungszeit wird unverändert beibehalten: Von 7.30 Uhr bis 17 Uhr (außer 11.30 Uhr), dann stündlich bis 20 Uhr. Diese letzte Fahrt ist ebenfalls neu. Sie soll nicht nur attraktiv für Studenten mit späten Vorlesungen und Pendler sein, die um 20.15 Uhr den Bus nach St. Ingbert nehmen können. Auch für Beschäftigte, die bis 20 Uhr im auf der Strecke liegenden Gewerbegebiet an der Dudweiler Straße arbeiten, sei dies ein schöner Nebeneffekt, erklärt der Mobilitätsberater der Saarpfalz-Bus GmbH, Markus Philipp. "Einen weiteren Puzzlestein" nennt er die Erweiterung des Angebots.

Für die Verstärkung, die St. Ingbert für Studenten und Fachkräfte attraktiver machen soll, gibt die Stadt im Jahr 30 000 Euro aus. Bis 2015 könne man so die Anbindung an die Uni sichern, sagt der Beigeordnete Schmitt. Danach wolle man sie "ins allgemeine Netz überführen", so Schmitt.

Bis dorthin will Elke Schmidt, Regionalleiterin bei Saarpfalz-Bus, die Fahrgastzahlen beobachten. Derzeit fahren an einem Semestertag im Schnitt 500 Personen mit der Linie 170.

Zu den regelmäßigen Fahrgästen gehört auch Gerhard Wenz, Professor für Organische Makromolekulare Chemie an der Universität in Saarbrücken. Er selbst wohnt auf dem Hobels in St. Ingbert und hat sich in der Vergangenheit über die schlechte Anbindung zum Campus geärgert. Die Neuerung ist für ihn erfreulich, "auch für meine Studenten", sagt er. Von denen gäbe es einige in St. Ingbert. Durch die Nähe zur Stadt sind die zudem nicht berechtigt, im Uni-Parkhaus zu parken.


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Auf einen BlickEinen Faltplan der Linie 107 erhalten Interessierte im Stadtbusbüro am Rendezvous-Platz montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr und 12.30 Uhr bis 17 Uhr sowie freitags 8.30 Uhr bis 12 Uhr. Informationen unter Tel. (0 68 94) 1 31 23. Darin enthalten sind alle Abfahrtszeiten sowie Umsteigemöglichkeiten. pam