| 20:07 Uhr

Spende für die Tafel
Die Hager-Stiftung spendet für die Tafel

Roland Best, Luise Hager, Kamila Banasiak, Steffi Richter-Schneider, Susanne Trockle und Oswald Bubel (von links) tauschten sich intensiv über die Tafel aus.
Roland Best, Luise Hager, Kamila Banasiak, Steffi Richter-Schneider, Susanne Trockle und Oswald Bubel (von links) tauschten sich intensiv über die Tafel aus. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Seit fünf Jahren unterstützt die Hager-Stiftung die Tafeln an den Firmenstandorten – auch im Saarpfalz-Kreis.

2010 wurde die Peter und Luise Hager-Stiftung gegründet. Der Gedanke dahinter: Gemeinsam gemeinnütziges unternehmen. Die Kräfte bündeln, für die Gesellschaft von und mit der sie leben. Solidarität, Gemeinsinn, Nachhaltigkeit, Authentizität und Menschlichkeit sind die Wertvorstellungen, die dahinterstehen. In fünf verschiedenen Bereichen setzt sich die Stiftung ein: Erziehung und Bildung, Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Umweltschutz und Soziales. Rund 50 Projekte, inklusive eigene, werden aktuell unterstützt. Darunter auch vier Tafeln an den Standorten der Firma. Das Besondere daran: Die Mitarbeiter unterstützen die Spenden. Sie verzichten, wenn sie möchten, auf die Centbeträge ihres Einkommens. Zwischen einem und 99 Cent im Monat geben sie so. Der Betrag, der so zusammenkommt, wird von der Stiftung verdoppelt.


5000 Euro kommen so pro Tafel zusammen. Am vergangenen Mittwoch hat Luise Hager mit den Vorstandsmitgliedern Oswald Bubel und Susanne Trockle sowie Mitarbeiterin Kamila Banasiak den Scheck nach St. Ingbert gebracht. Roland Best und Steffi Richter-Schneider nahmen ihn entgegen. Gemeinsam unterhielten sie sich über die Abläufe, Organisation und Arbeit, die bei der Tafel anfallen. Die 30 Ehrenamtler, die sich auf Fahrdienst, Sortierer und Ausgabe aufteilen, haben es nicht leicht und Freiwillige werden immer gesucht, wie Best zu berichten weiß. Insgesamt 55 Geschäfte fährt der Verein an. Die Ausgaben finden in St. Ingbert einmal, in Homburg zweimal pro Woche statt. Die Arbeit drumherum ist anstrengend, dazu kommt das Organisatorische. Unterstützung ist für die Tafel viel wert.

In den letzten Jahren werde in den Supermärkten vermehrt lose Waren angeboten und Milchprodukte mit zeitnahen Mindesthaltbarkeitsdaten zu vergünstigten Preisen verkauft, so Best. Früher gingen diese an die Tafeln. Im Gegensatz dazu ist die Menge an Bedürftigen seit 2016 angestiegen. Erst jetzt sei das wieder rückläufig. Viele Flüchtlinge haben sich inzwischen gut integriert. Sie haben Arbeitsplätze und sind auf die Hilfe des Vereins nicht mehr angewiesen.



Oswald Bubel ist vom Engagement der Tafel begeistert. Die Ehrenamtler schafften den schwierigen Spagat zwischen steigender Armut und weniger Material. „Was hier ankommt, ist in besten Händen“, sagte er. Die Hagerstiftung möchte auch in Zukunft unterstützen. Denn, so Bubel: „Wo würden wir stehen, wenn es die Tafel nicht gäbe?“