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Jetzt sind die Bürger am Zug
29 000 Bürger sind zur Wahl aufgerufen

An den vier Briefwahlstationen im St. Ingerter Rathaus haben Wahlberechtigte die Möglichekeit bis einschließlich Freitag täglich zwischen 8 und 18 Uhr ihre Stimme abzugeben.
An den vier Briefwahlstationen im St. Ingerter Rathaus haben Wahlberechtigte die Möglichekeit bis einschließlich Freitag täglich zwischen 8 und 18 Uhr ihre Stimme abzugeben. FOTO: Teresa Bauer
St. Ingbert. Die bisherigen Wahlvorbereitungen anlässlich der Bundestagswahl verlaufen laut Stadtverwaltung reibungslos.

Die Wahlbenachrichtigungskarten sind verschickt, die Wahl über den 19. Deutschen Bundestag am kommenden Sonntag, 24. September, ist angelaufen. In der Stadt St. Ingbert, die neben den anderen Gemeinden des Saarpfalz-Kreises und den Städten Friedrichsthal, Sulzbach, der Gemeinde Quierschied, der Stadt Neunkirchen sowie der Gemeinde Spiesen-Elversberg zum Bundeswahlkreis 299 gehört, sind 29 000 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 1384 von ihnen dürfen als Erstwähler zum ersten Mal an einer Bundestagswahl teilnehmen. In der Stadt und den Ortsteilen gibt es insgesamt 31 Wahllokale, so Thomas Schöben, Abteilungsleiter Zentrale Dienste der Stadtverwaltung. Viele Bürger nutzen aber auch die Möglichkeit der Briefwahl. In den ersten neun Tagen bearbeitete die Stadt 2000 entsprechende Anträge, erklärt Schäben – Tendenz steigend. Dies sieht Schöben in der Tatsache begründet, dass eine Briefwahl mittlerweile nicht nur mehr im Krankheits- oder Urlaubsfall möglich ist, sondern generell, unabhängig einer Begründung, beantragt werden kann. Dies bedeute aber auch, dass Schöben genügend Personal benötigt, um die Briefwahl reibungslos bearbeiten zu können. Ingesamt vier Briefwahlstationen gibt es im Rathaus, die noch bis diesen Freitag, 18 Uhr, geöffnet sind. Über mangelndes Engagement von Wahlhelfern kann sich Schöben nicht beklagen. 300 Ehrenamtler sind bis Sonntag im Einsatz, damit die Wahl ordnungsgemäß verläuft.



Ordnung wurde bisher auch hinsichtlich der vielen Wahlplakate innerhalb des Stadtgebietes bewahrt. „Es gab bisher keine größeren Beschwerden“, betont Schöben. Nur vereinzelte Plakate, die ohne Genehmigung angebracht beziehungsweise aufgestellt wurden, wie beispielsweise in diversen Kreisverkehren, musste die Stadtverwaltung entfernen. Die meisten Beschwerden allerdings über „noch hängende Plakate“ treffen aus Erfahrung erst am Montag nach der Wahl im Rathaus ein. Dabei sei es aber unmöglich, so Schöben, binnen weniger Stunden all die Plakate, die überall verteilt zu finden sind, rechtzeitig zu entfernen und bittet dementsprechend um Nachsicht. Verunsicherte Nachfragen bezüglich der Bedeutung von Erst- und Zweistimme gebe es laut Schöben nicht. Er bestätigt aber, dass bei jeder Wahl immer mal wieder Wahlbenachrichtungen nicht zugestellt werden. „Aber jeder kann und darf wählen, sofern im Wahllokal ein gültiges Ausweisdokument vorgelegt wird. Die Benachrichtigung ist nicht zwingend erforderlich.“ Sollte man keine Benachrichtigung erhalten haben, könne man einfach bei der Stadtverwaltung nachhören.

Im Wahlkreis 299 kämpfen neun Kandidaten um die Erststimme und somit um einen Einzug in den Bundestag. Außer den beiden Direktkandidaten Markus Uhl (CDU) und Esra Limbacher (SPD) sowie Walter Kappmeier (Die Linke), Marc Piazolo (Grüne), Daniel Schütte (AfD) und Peter Habel (FDP), stehen auf dem Wahlzettel für die erste Stimme noch drei weitere Kandidaten: Axel Kammerer, selbstständiger Unternehmer aus Blieskastel,  für die „Freien Wähler“, Helmut Bohn-Klein, Krankenpfleger aus Neunkirchen, für die MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei) und Johannes Rösner, Werkzeugmacher aus Blieskastel, für „Die Partei“ (Partei für Arbeit, Rechtsschutz, Tierschutz, Elitenförderung).

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