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Standesamt
Man heiratet gerne und bekommt Kinder

 Heiraten ist in, das schlägt sich auch in den statistischen Daten des Standesamtes der Stadt Homburg nieder – dort konnte man für 2018 immerhin 23 Trauungen mehr als im Vorjahr vermelden.
Heiraten ist in, das schlägt sich auch in den statistischen Daten des Standesamtes der Stadt Homburg nieder – dort konnte man für 2018 immerhin 23 Trauungen mehr als im Vorjahr vermelden. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Die Auflistung des Standesamtes fürs Jahr 2018 zeigt, dass die bewährten Muster der Lebensplanung bestehen bleiben. Von Thorsten Wolf

Heiraten ist in, ohne Zweifel. Hochzeitsmessen boomen, die Nachfrage nach all dem, was eine Hochzeit so ausmacht, steigt stetig. Dabei gewinnen auch rein standesamtliche Hochzeiten immer größeren Veranstaltungscharakter und haben sich in den zurückliegenden Jahren deutlich „entstaubt“. Kurz vor der Homburger Hochzeitsmesse am 3. Februar im Homburger Saalbau hat nun die Stadtverwaltung die aktuellen Zahlen aus dem Homburger Standesamt für das abgelaufene Jahr 2018 veröffentlich.


Und man kann wohl sagen: Die Kreisstadt scheint attraktiv als Ort für die Eheschließung. Denn: 2018 gab‘s vor den Homburger Standesbeamten von 196 Brautpaaren das Ja-Wort fürs Ehe-Leben. Dies waren immerhin 23 Trauungen mehr als im Vorjahr. 142 Eheschließungen wurden dabei im Trauzimmer des Standesamts, 47 Trauungen im Römermuseum in Schwarzenacker und sieben im Gut Königsbruch in Bruchhof-Sanddorf vorgenommen. 134 Paare traten den Gang zum Standesamt zum ersten Mal an, bei 62 Paaren war mindestens einer der Verlobten nicht mehr ledig, sondern geschieden, verwitwet oder im Personenstand einer aufgehobenen Ehe.

154 Paare besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit, während bei 42 Paaren einer oder beide Verlobte nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hatte. Die Daten weisen auch aus, so die Pressestelle der Stadt Homburg, dass 145 aller in Homburg im Jahr 2018 Getrauten auch hier ihren gemeinsamen Wohnsitz hatten, während bei 21 Paaren nur einer der Verlobten Homburger war und bei den restlichen 30 Paaren keiner seinen Wohnsitz in Homburg hatte. Was die Namenswahl bei der Eheschließung anbelangt, so sprachen sich im vergangenen Jahr 41 Paare für getrennte Namensführung aus, während 155 Paare sich auf einen gemeinsamen Ehenamen festlegten. In 148 Fällen wurde der Name des Mannes Ehename, während bei sieben Paaren der Ehemann künftig seinem Ehenamen den Zusatz „geborener“ hinzufügen muss. Für einen Doppelnamen (dies ist nur für den Ehegatten möglich, dessen Geburtsname nicht Ehename geworden ist und der praktisch nach der Eheschließung verloren gehen würde) entschied man sich in 23 Fällen.



Für eine Eheschließung im Ausland wurden vom Standesamt Homburg 22 Ehefähigkeitszeugnisse an die deutsche Verlobte beziehungsweise den deutschen Verlobten ausgestellt. Mit all diesen Informationen verbindet die Stadt Homburg noch einige, wichtige Hinweise für all die, die ihre Heirat planen: „Wer seine Ehe plant, muss sich rechtzeitig beim Standesamt darüber informieren, welche Unterlagen für die Anmeldung zur Eheschließung vorzulegen sind“, so Bernhard Reichhart. Auch sei es nötig, sich durch fühzeitiges Anmelden den Hochzeitstermin zu sichern – damit alles Notwendige rechtzeitig geplant werden könne. Hier biete das Standesamt Homburg eine entsprechende Checkliste für die erforderlichen Unterlagen und berate auch, wenn es um die Beschaffung solcher Papiere gehe.

Dass Homburg mit seinem Universitätsklinikum auch für viele Eltern aus der Region die erste Wahl ist, wenn es um Geburten geht – auch das zeigt die Statistik. So wurden insgesamt 1838 Geburten im Standesamt beurkundet. Ein Kind erblickte dabei zu Hause das Licht der Welt, alle anderen Kinder wurden am Universitätsklinikum geboren.

Ein wichtiges Datum: Die Geburt des 1000. Kindes konnte man am 12. Juli 2018 feiern. 71 Mal konnten sich die Eltern zudem über „Nachwuchs im Doppelpack“ freuen, drei Paare erhielten in Homburg dreifachen, ein Paar sogar vierfachen Nachwuchs. So viel Nachwuchs bedeutet aber nicht auch gleich einen entsprechenden Zuwachs bei der Einwohnerzahl Homburgs, weil: Bei 1522 Kindern war der Wohnsitz der Mutter außerhalb Homburgs.

Natürlich erfasst und beurkundet das Homburger Standesamt auch die Sterbefälle in der Stadt. Davon gab es im Jahr 2018 insgesamt 1528. Und auch hier spielt, wie schon bei den Geburten, der Standort des Universitätsklinikums in Homburg eine wichtige Rolle. So verstarben dort 1195 Personen, zu Hause und in den Homburger Altenheimen waren es 333.

Von den registrierten 1528 Sterbefällen waren 840 Verstorbene männlichen Geschlechts und 688 weiblichen Geschlechts. 1458 Personen waren deutsche Staatsangehörige, während 70 Personen eine fremde Staatsangehörigkeit besaßen. Von den 2018 verstorbenen Personen hatten dabei 479 ihren Wohnsitz in Homburg, während 1049 nicht in der Kreisstadt wohnten.