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Die Zahl der Behinderungen nimmt zu

Der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Gersheim, Hans Gebhardt. Foto: Wolfgang Degott
Der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Gersheim, Hans Gebhardt. Foto: Wolfgang Degott FOTO: Wolfgang Degott
Gersheim. Die Belange der behinderten Menschen in Gersheim werden seit Jahresanfang von Hans Gebhardt vertreten. Nun ruft der Behindertenbeauftragte dazu auf, Patenschaften zur Integration Behinderter zu übernehmen. red

Seit Januar 2016 hat die Gemeinde Gersheim einen neuen Behindertenbeauftragten. Hans Gebhardt kümmert sich ehrenamtlich um die Belange der behinderten Menschen in Gersheim . In den ersten Monaten seiner Tätigkeit konnte er sich nun einen ersten Überblick verschaffen. In der Gemeinde Gersheim mit ihren elf Ortsteilen leben 2019 Menschen mit einer Behinderung, 1095 davon haben einen Grad der Behinderung von mehr als 50 Prozent und sind somit schwerbehindert. Das bedeutet, dass fast 30 Prozent der Gesamtbevölkerung eine Behinderung haben. "Die Tendenz ist leider steigend, da der demografische Wandel auch in unserer Gemeinde Einzug gehalten hat," so Hans Gebhardt. Die Bürger der Gemeinde würden zunehmend älter und Krankheiten aus jüngeren Jahren würden ins Alter mitgenommen. "Aus diesen entstehen dann sehr häufig Behinderungen", so Gebhardt weiter. Lobend hebt der Behindertenbeauftragte die bestehenden Strukturen zur Integration von Menschen mit einem Handicap hervor. Hier ist beispielsweise der jährliche Grilltag des DRK Gersheim zu nennen. Auch das Ehepaar Schwarz engagiert sich gemeinsam mit Brigitte Jahn und Thomas Holzer. Gemeinsam organisieren sie gesellige Abende an der Rohrentalhütte in Rubenheim. Gebhardt ruft ferner dazu auf, Patenschaften zur Integration behinderter Menschen einzugehen.