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Bierfest
Von der Schnapsidee zum schicken Bierfest

Lange genug dabei: Landrat Theophil Gallo (SPD) nahm erfolgreich den Fassanstich beim ersten Mimbacher Bierfest auf dem alten Sportplatz vor. Rechts daneben: Adrian Jung und Manfred Braun (beide Getränke Braun).
Lange genug dabei: Landrat Theophil Gallo (SPD) nahm erfolgreich den Fassanstich beim ersten Mimbacher Bierfest auf dem alten Sportplatz vor. Rechts daneben: Adrian Jung und Manfred Braun (beide Getränke Braun). FOTO: Jörg Martin
Mimbach. In Mimbach trafen sich die Freunde des edlen Gerstensaftes zum ersten Bierfest in der Region. Viel Lob für den Dorffest-Nachfolger.

Samstagnachmittag gegen 16 Uhr. Die Sonne brennt. Das Thermometer zeigt um die 30 Grad. Auf dem ehemaligen Sportplatz in der Breitfurter Straße tut sich was. In der Platzmitte befinden sich zahlreiche Bierzeltgarnituren. Etliche Sonnenschirme mit Schriftzügen von Brauereien spenden ein wenig Schatten. Im Halbkreis stehen fünf Bierverkaufswagen drum herum. Zwei Essensstände und ein Lkw, der die Bühne darstellt.


In Mimbach findet erstmalig ein Bierfest statt. „Das ist im weitesten Sinne eine Art Nachfolger des früheren Dorffestes“, erklärte Ortsvorsteher Gerd Weiland (SPD) gegenüber der SZ. Weinfeste gäbe es genügend und es handele sich um das erste Bierfest im gesamten Saarpfalz-Kreis, so Weiland. Mithin ein Grund, weshalb man den Landrat für die Schirmherrschaft gefragt habe. Theophil Gallo (SPD) sagte spontan zu. „Ich schlage nicht gerne an“, so Gallo in seiner Rede. Seine ersten beiden Fassanstiche, als er seine Amtszeit begann, klappten nicht. In Mimbach schien es beim ersten Schlag besser zu sein. Der Hahn saß dank eines wohldosierten Schlags, aber es floss kein Bier. Also nochmals zwei Hiebe hinterher und dann floss das Hacker Pschorr Münchener Hell.

Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Blickweiler Vereine fungierte das Blickweiler Unternehmen Getränke Braun als Veranstalter. Alles sei eine Schnapsidee bei der Hexenfeier am 30. April gewesen, meint Ortsvorsteher Gerd Weiland. „Aus Lust und Laune heraus ist die Idee entstanden“, blickt der Ortsvorsteher zurück. Getränke Braun sei von der Idee begeistert gewesen und so habe man das Konzept gemeinsam entwickelt. Angeboten wurden elf Biersorten, davon eine alkoholfrei, der Brauereien Flötzinger Bräu, Hacker Pschorr, Paulaner, Alpirsbacher, Flensburger, Früh Kölsch und Karlsberg. Alles Fassbier, darauf lege man Wert. Der Alkoholgehalt betrug meist um die fünf Prozent. Die Biersorten habe Getränke Braun vorgeschlagen.

Bei der Sitzung habe man dann ausgelost, welcher Verein welches Bier an seinem Stand anbietet: Jugendclub/Straußbuwe, Turn- und Sportverein, Angelsportclub, Freiwillige Feuerwehr und der Musikverein Frohsinn betreuten die Stände. Die Besonderheit: Eigene Biergläser mit dem Wappen, welches den roten Mimbacher Löwen auf rotem und gelbem Grund ziert.

Einziger Wermutstropfen: Das Kölsch musste – da es keine kleinen, schlanken 0,2 Liter-Gläser gab – in den 0,33 Liter-Gefäßen angeboten werden. „Dann muss man schneller trinken, damit es nicht schal schmeckt“, empfahl der Ortsvorsteher. „Trinken Sie schnell, die Gläser sinn schun warm“, empfahl auch Landrat Gallo direkt nach dem Fassanstich wegen der Hitze.



„Ozapft is, die Wiesen ist eröffnet“, ulkte ein Vereinsmitglied direkt danach. „Ur-Pils kennt jeder. Das macht keinen Sinn. Deshalb haben wir von Karlsberg das Helle und das Kellerbier im Angebot“, sagte Adrian Jung (Getränke Braun). „Ich vermisse mein geliebtes Paulaner Weizen alkoholfrei mit Zitrone“, zeigte sich ein Mann aus Blieskastel enttäuscht. „Machen Sie mir bitte noch Limo ins Bier. Sonst kann ich das nicht trinken“, bat Stefan Maurer die Bedienung beim Jugendclub. Seine Biersorte war offensichtlich noch gewöhnungsbedürftig. „Es ist noch zu früh und eigentlich zu heiß. Aber so habe ich noch Ruhe und Auswahl zum Probieren“, freute sich ein Mimbacher Bierfan.

Am Samstagabend sorgten „Etched in Blue“ und „Purple Haze“ sowie am Sonntag „RESound“ für Stimmung auf dem alten Sportplatz. Für die Kinder gab es am Sonntag eine Hüpfburg.