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"Meine Lieder passen gut in die Kirche"

Kathy Kelly kommt nach Blieskastel. Foto: SZ/Veranstalter
Kathy Kelly kommt nach Blieskastel. Foto: SZ/Veranstalter
Was erwartet die Besucher Ihrer Kirchen-Konzerte?Kelly: Da mache ich mehr meine Solo-Sachen, Lieder aus meinen vier Solo-CDs und gregorianische Klänge aus dem elften Jahrhundert, die mit ein bisschen New Age arrangiert sind. Zudem singe ich mit den Chören zusammen Songs wie "Amazing Grace", "Glory Hallelujah" und "Go tell it on the Mountain"

Was erwartet die Besucher Ihrer Kirchen-Konzerte?Kelly: Da mache ich mehr meine Solo-Sachen, Lieder aus meinen vier Solo-CDs und gregorianische Klänge aus dem elften Jahrhundert, die mit ein bisschen New Age arrangiert sind. Zudem singe ich mit den Chören zusammen Songs wie "Amazing Grace", "Glory Hallelujah" und "Go tell it on the Mountain". Sachen, bei denen sowohl die Chöre, als auch das Publikum mitsingen können. Ein bisschen Rock, Balladen, auch in Spanisch. Viele meiner Lieder sind etwas spirituell angehaucht und passen auch gut in die Kirche.Stimmt es, dass Sie heute mit Ihrer Familie in Irland leben?Kelly: Ja, seit fünf Jahren. In Europa kennen mich viele Leute. In Irland habe ich dagegen einfach meine Ruhe.Sie haben einen 16-jährigen Sohn. Ist der auch musikalisch?Kelly: Nur ein bisschen. Er ist mehr ein logisch denkender Mensch und macht eher Management und so was. Zurzeit absolviert er gerade ein Praktikum in diesem Bereich. Aber er ist ja noch jung Mit Ihren Geschwistern haben Sie 20 Millionen CDs verkauft. Glauben Sie, dass dieser Erfolg wiederholbar wäre?Kelly: Ich glaube nicht. Bei der ganzen Kopiererei und dem Runterladen aus dem Internet ist das schwierig. Heutzutage müssen die Musiker live spielen, um eine Chance zu haben. Aber das finde ich auch gut. Früher gab es Leute, die Millionen verkauft haben, aber nie einen Ton live gespielt haben.Haben Sie noch regelmäßigen Kontakt zu den anderen Mitgliedern der Kelly Family?Kelly: Nicht regelmäßig und geplant. Du triffst dich mal mit dem und mal mit dem Eine Reunion ist da eher unwahrscheinlich, oder?Kelly: Ich kann dazu nur sagen: "Que sera, sera" und "Sag niemals nie". Wenn es der richtige Moment und an der richtigen Zeit ist, wird das bestimmt passieren.Sie waren früher nicht nur der musikalische Kopf der Kelly Family, sondern nach dem Tod Ihrer Mutter für Ihre Geschwister auch Ersatz-Mami. War das nicht sehr anstrengend?Kelly: Ich hatte damals so viel Energie und war in der Rolle so eingespannt, dass ich das erst später gemerkt habe. Gott sei Dank. So etwas entsteht aus dem Schicksal des Lebens. Man hat einfach jeden Tag versucht, das beste draus zu machen. Und damit haben wir ja auch gute Erfolge gehabt.Sie feiern 2009 Ihr 35-jähriges Bühnen-Jubiläum. Haben Sie eine Lieblings-Anekdote aus Ihrer langen Karriere parat?Kelly: Da gibt es Hunderte. Eine davon ist: Meine Schwester Barbie hat immer Congas gespielt. Sie war mal wieder voll in ihrem Element und hatte ein Solo. Plötzlich ist sie von der Bühne gefallen. Aber Gott sei Dank ist nichts passiert. Über solche Sachen kann ich auch heute immer noch lachen Viele Ihrer saarländischen Fans kennen Sie noch von Ihren zahlreichen Konzerten mit der Kelly Family in der Region Kelly: Ich habe auch selbst eine gute Beziehung zum Saarland. In der letzten Zeit habe ich die Oper und Klassik wieder für mich entdeckt. Das war meine erste Musik. Und da gibt es viele Kollegen, die aus dieser Gegend kommen. So habe ich mit dem Tenor Alexander Bächle, der hier geboren ist, oft Duette gesungen.Karten für das Gemeinschafts-Konzert von Kathy Kelly und dem Chor der Schlosskirche Blieskastel am Sonntag,17. Mai, 17 Uhr, gibt es im Vorverkauf unter anderem bei der Ticket-Hotline, Tel. (01805) 44 70.