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Essen, Trinken, Kunst

Für die Besucher der Kunstwiese am Annahof gab es manches zu entdecken. Foto: Martin
Für die Besucher der Kunstwiese am Annahof gab es manches zu entdecken. Foto: Martin FOTO: Martin
Niederwürzbach. Rund 300 Werke konnten in diesem Jahr auf dem Gelände des Annahofes in Niederwürzbach bestaunt werden. Eingeladen hatten wieder regionale Künstler, um sich und ihre Kunstwiese zu präsentieren. Jörg Martin

. Künstler fristen ja mitunter ein besonderes Dasein: Sie wollen ihre Werke zeigen, die Welt daran teilhaben lassen und diese nach Möglichkeit auch verkaufen. Doch wie den Interessierten überhaupt ins Atelier kriegen? Wie ihm klarmachen, dass gar kein Kaufzwang besteht? Keine leichte Aufgabe. Dass dies auch ganz anders gehen kann, bewies am Sonntag erneut die "Kunstwiese" im Innenhof des Annahofes.

Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von neun Künstlern aus der Region, die bereits zum fünften Mal in das barocke Ambiente eingeladen hatten. "Wir haben im Vergleich zur früheren Kunstwiese am Anfang des Geländes genau diesen Bereich gewählt, da wir hier weitaus interaktiver sein können, erklärt Silke Manderscheid vom Orga-Team die Hintergründe der Open-Air-Ausstellung, die sich dieses Mal vor allem über eines freuen konnte: gutes Wetter. Die Organisatoren wollen vor allem die drei Hauptbereiche zusammen bringen: Essen, Trinken und Kunst. Das Konzept, welches den Restaurantbetrieb im Garten des Annahofes integrierte, schien aufzugehen, wie man an der Anzahl der Besucher feststellen konnte.

Weit über 300 Werke konnte der Kunstinteressierte da bestaunen. Darauf wies Sabine Groll hin. "Wir wollen Polarität zeigen - eine Mischung, die jeden anspricht", betonte die Künstlerin. Mittlerweile habe man sich einen Ruf erarbeitet, darauf wiesen die beiden Organisatorinnen hin. Wichtig sei jedoch, dass man in lockerer Atmosphäre mit den Ausstellern ins Gespräch kommen könne. Wenn man sich die einzelnen Stationen ansah, wurde man darin bestätigt. Überall ergaben sich Gesprächssituationen, in denen etwa der Künstler erklären konnte, wie er genau auf dieses oder jenes Motiv gekommen ist. Das Konzept ging also auf.

Zwischendrin gab es musikalische Einlagen von Lara Groll am Klavier. Sie rundeten die angenehme Stimmung noch mehr ab als ohnehin, denn das war nicht zwingend notwendig. Die Sonne und das Ambiente zogen auch so die Besucher in ihren Bann. Etwa durch so manches frech-provokante Gemälde eines René von Boch. Er schien scheinbar Alltägliches durch Abstraktes in ein neues Licht zu tauchen. Neben ihm stellten Mia Sabine Groll, Karl-Heinz Hillen, Silke Manderscheid , Gabi Michel, Iris Rickart, Rita Walle, Ingrid Ullrich-Schäfer und Astrid Woll-Herrmann aus. "Man weiß gar nicht, für was man sich entscheiden soll'', meinte Hans Stutz soeben zu seiner Frau Sigrid. Die gab ihm Recht. War sie doch gerade bei den Werken von Silke Manderscheid "hängen" geblieben. "Schön, dass es so was hier bei uns gibt. Und dann auch noch im Freien", lobte sie die Veranstaltung.