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Aßweiler
Reservistenkameradschaft fest im Ort verankert

Mitglieder der Reservistenkameradschaft Aßweiler im 50. Jubiläumsjahr mit dem Gründungsvorsitzenden Walter Rinck (hinten 5. von links) sowie dem heutigen Vorsitzenden Armin Carius (vorne rechts).
Mitglieder der Reservistenkameradschaft Aßweiler im 50. Jubiläumsjahr mit dem Gründungsvorsitzenden Walter Rinck (hinten 5. von links) sowie dem heutigen Vorsitzenden Armin Carius (vorne rechts). FOTO: Hans Hurth
Aßweiler. Die Reservistenkameradschaft Aßweiler (RKA) ist seit exakt 50 Jahren auf vielen Feldern im Ort aktiv, beteiligt sich also in vielfacher Hinsicht am kulturellen und gesellschaftlichen Leben des Blumendorfes. Von Hans Hurth

„Ich erinnere nur an die Jahrhundertkerb 1979 und die bis heute folgenden Straßenfeste“, hält Ortsvorsteher Roland Engel fest. „Ein Dank gilt allen, die in den fünf Jahrzehnten mitgeholfen haben, die RKA hochzuhalten. Dies gelingt in einem kleineren Verein nur, wenn die Kameradschaft als hohes Gut stimmt und die Familienmitglieder in das Vereinsleben eingebunden sind.“


Auch der erste Vorsitzende Armin Carius stellte die Bedeutung der Kameradschaft heraus. „Mitglied der RKA konnte jeder werden, der seinen aktiven Dienst bei der Bundeswehr geleistet hatte, auch Auswärtige“, sagte Carius mit Blick auf die Anfänge. 1968 hatten Philipp Hartmann, Walter Rinck und Helmut Dawo die Idee zur Gründung der RKA, Walter Rinck wurde zum Vorsitzenden gewählt, ein Beitritt zum Reservistenverband und monatliche Zusammenkünfte im Vereinslokal Gasthaus Heidehof beschlossen.

Erste Veranstaltung war ein Orientierungsmarsch über 15 Kilometer in fünf Gruppen im Juni 1969 mit Herbert Gemperlein, Günter Harz und Peter Feibel als Sieger. Bei einem Sommerfest des Kulturvereins hatte man einen Geschicklichkeitsparcours aufgebaut, der von den 65 Teilnehmern mit einem Bundeswehr-Fahrzeug absolviert werden musste. In den Folgejahren fanden Preisschießen, eine Modenschau, Spiel der Vereine, Bildersuchfahrten, Blutspenden oder Sommerfeste statt, deren Erlös stets an die Aktion Sorgenkind des St. Ingberters Karl Schell ging.



Zum Schmunzeln ist bis heute die Aufnahme neuer Mitglieder durch das Ritual mit Wasser von oben und – im Bottich – von unten. Lob gab es auch von Landesvater Tobias Hans, Schirmherr des Jubiläumsjahres.

„Die Reservistenverbände haben vielschichtige Aufgaben. Sie sind traditionsgemäß eng mit ihrer Region verbunden und gelten als Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft, wobei das ehrenamtliche Engagement im Vordergrund steht“, so Tobias Hans in seinem Grußwort. Die Arbeit der Bundeswehr erfordere ein Höchstmaß an Engagement der Soldaten. Diese Verbundenheit und Kameradschaft setze sich bei vielen Reservisten auch nach der aktiven Soldatenzeit fort und habe so auch zur Gründung der RK Aßweiler geführt. „Reservisten spielen heute wie auch künftig eine wichtige Rolle. Gerade für eine Freiwilligenarmee hat die aktive Einbindung ihrer Reservisten als Bindeglied zur Gesellschaft eine hohe Bedeutung“, betonte der Landeschef.