1. Saarland

Herzen, die Trost spenden

Herzen, die Trost spenden

Merzig. Unter dem Motto "Ein Herz von Herzen" nähten Irmgard Konrath, Nähkursleiterin im Haus der Familie in Merzig, und ihre Kursteilnehmerinnen so genannte Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn im Zeitraum von vier Wochen sind über 60 Kissen entstanden

Merzig. Unter dem Motto "Ein Herz von Herzen" nähten Irmgard Konrath, Nähkursleiterin im Haus der Familie in Merzig, und ihre Kursteilnehmerinnen so genannte Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn im Zeitraum von vier Wochen sind über 60 Kissen entstanden. Mit den Worten "Vielleicht können unsere genähten Herzkissen von Frau zu Frau auch ein wenig Trost spenden" übergaben Irmgard Konrath und die Nähkursfrauen die Kissen an Marlies Braick. Bestimmt sind diese für das DRK-Krankenhaus und die St.-Elisabeth-Klinik in Saarlouis. Froh darüber, dass die Initiative auch von anderen aufgegriffen und mitgetragen wird, nahm Marlies Braick die Kissen zur Weiterleitung an die Kliniken in Empfang. Im Frühjahr 2010 startete sie mit vier engagierten Mitstreiterinnen erstmals eine derartige Aktion im Raum Saarlouis. Dadurch, dass die Herzkissen durch ihre Form angenehm unter dem Arm getragen werden können, helfen sie, den Druck- und Narbenschmerz zu mildern. Betroffene Frauen seien begeistert, da auch unangenehme Lymphstauungen deutlich reduziert werden, bescheinigt Marlies Braick.

Ein Herzkissen hat eine bestimmte Größe, erinnert in seiner Form an ein Herz und ist mit Watte gefüllt. Die Idee dazu wurde von der dänischen Krankenschwester Nancy Friis-Jensen aus Amerika mitgebracht. Inzwischen gibt es in ganz Europa Netzwerke und Gruppen, die für an Brustkrebs erkrankte Frauen diese Kissen mit viel Liebe und Engagement nähen. Die benötigten Materialien wie Stoff, Watte und Nähgarn wurden von den Kursteilnehmerinnen gespendet und selbst finanziert.

Marlies Braick bedankte sich bei Irmgard Konrath und ihren Nähkursteilnehmerinnen für die gespendeten Herzkissen. Die Tendenz an Brustkrebs zu erkranken, sei steigend. Der Operation folge oftmals eine schwierige Zeit der Behandlung mit Chemotherapie oder Bestrahlung.

Da ist jede Unterstützung willkommen, und die Tatsache, dass es Frauen gibt, die sich einsetzen, wissen Betroffene sehr zu schätzen. Eine weitere Unterstützung ist herzlich willkommen. red

Kontakt: Marlies Braick, Tel. (0 68 31) 25 20.