Grüne: Sturm Xynthia hat große Schäden im Wald verursacht

Grüne: Sturm Xynthia hat große Schäden im Wald verursacht

Kleinblittersdorf. Für die Kleinblittersdorfer Grünen hat der Sturm Xynthia Ende Februar durchaus große Schäden im Wald verursacht. Damit gehen sie auf Distanz zum Förster Carsten Federspiel vom SaarForst-Landesbetrieb. Der hatte in der SZ am 30. März erklärt, er sehe durch den Sturm jetzt Chancen, den Wald mit heimischen Bäumen wieder aufzuforsten. 1000 Bäume fielen dem Sturm zum Opfer

Kleinblittersdorf. Für die Kleinblittersdorfer Grünen hat der Sturm Xynthia Ende Februar durchaus große Schäden im Wald verursacht. Damit gehen sie auf Distanz zum Förster Carsten Federspiel vom SaarForst-Landesbetrieb. Der hatte in der SZ am 30. März erklärt, er sehe durch den Sturm jetzt Chancen, den Wald mit heimischen Bäumen wieder aufzuforsten. 1000 Bäume fielen dem Sturm zum Opfer. Manfred Hoffmann von den Grünen erklärt in einer Pressemitteilung: "Der Sturm hat genau in den Abteilungen unseres Waldes zugeschlagen, die durch nach unserer Auffassung falsche Bewirtschaftung vorgeschädigt waren. Nun werden wohl auch noch über die sehr großzügige planmäßige Ernte von 2110 Festmetern weitere 800 Festmeter entnommen. Das sind immerhin 38 Prozent mehr als geplant." Am 15. Dezember 2009 habe der Kleinblittersdorfer Gemeinderat den Forstwirtschaftsplan 2010 einstimmig beschlossen. Den habe der Saarforst-Landesbetrieb aufgestellt. Günter Melchior, der 1. Vorsitzende der Kleinblittersdorfer Grünen: "Uns Ratsmitgliedern wurde vom SaarForst-Landesbetrieb erläutert, dass in diesem Jahr 2110 Festmeter Holz entnommen werden sollen. Das seien 5,2 Festmeter pro Hektar, denen 11,5 Festmeter pro Hektar Zuwachs, auf den gesamten Wald bezogen, gegenüberstünden. Unser Wald bedeckt rund 405 Hektar. Wenn nun durch den Sturm anstatt 5,2 Festmeter 7,2 Festmeter entnommen werden, stellt sich durchaus die Frage, ob das noch verträglich ist." Die Grünen sehen zudem keine Veranlassung, alle umgefallenen oder geknickten Bäume wegzuräumen, damit der Borkenkäfer nicht darüber herfällt. "Holz, das sich im Wald zersetzt, ist ökologisch unverzichtbar und nicht praktisch wertlos", hält Günter Melchior der Einschätzung des Försters Carsten Federspiels entgegen. red

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