Gerümpel weg, Ratten weg

Gerümpel weg, Ratten weg

Sulzbach. Nach rund zwei Monaten geht nun offenbar eine leidige Geschichte zu Ende. Es war am 20. April, als die SZ erstmals berichtete vom Rattenbefall im Sulzbacher Oberdorf. Anwohner hatten massiv darüber geklagt, dass seit langer Zeit schon auf dem Grundstück eines Nachbarn sich massenweise Ratten tummeln würden. Was dazu führe, dass niemand mehr in der Umgebung sein Außengelände nutze

Sulzbach. Nach rund zwei Monaten geht nun offenbar eine leidige Geschichte zu Ende. Es war am 20. April, als die SZ erstmals berichtete vom Rattenbefall im Sulzbacher Oberdorf. Anwohner hatten massiv darüber geklagt, dass seit langer Zeit schon auf dem Grundstück eines Nachbarn sich massenweise Ratten tummeln würden. Was dazu führe, dass niemand mehr in der Umgebung sein Außengelände nutze.Die lange Zeit des Leidens jedoch fand ihr Ende, als sich die Stadt Sulzbach letztlich dazu bereit erklärte, den Anwohnern zu helfen. Es rückte - unter Polizeischutz - ein Schädlingsbekämpfer an. Der allein lebende Hausherr war zunächst überhaupt nicht gewillt, den Fachmann aufs Gelände zu lassen, musste jedoch der behördlichen Anordnung Folge leisten. Erst wurden Rattenfallen aufgestellt. Und dann, in den Wochen danach, dem dringenden Rat des Schädlingsbekämpfers Stephan Martini aus Völklingen gefolgt. Denn um eine Entrümpelungsaktion im Keller sowie in Hof und Garten kam man nicht umhin. Weil der hier angesammelte Unrat den Vierbeinern beste Unterschlupfmöglichkeiten bot.

Die Aufräum-Aktion stellte sich als wahrer Kraftakt heraus, wie jetzt der Sprecher der Stadtverwaltung als auch der Schädlingsbekämpfer übereinstimmend schildern: Insgesamt zwölf Tonnen Material wurden in vier Containern abgefahren. Die Stadtverwaltung spricht, ohne dies genau zu beziffern, von einem "hohen vierstelligen Euro-Betrag", der für die gesamte Aktion fällig sei. Stephan Martini erklärt indessen auf SZ-Nachfrage, dass für ihn die Sache noch nicht ganz erledigt sei. Rund 70 Ratten habe er vernichten können, in sechs bis acht Wochen sei er aber wieder vor Ort, um das Gelände in Augenschein zu nehmen. Zumindest ein Exemplar, das von Nachbarn zwischenzeitlich gesichtet wurde, konnte dem Schädlingsbekämpfer offenbar entrinnen.

Derweil sind die Anwohner sehr froh, dass sich die Stadt für sie ins Zeug gelegt hat. Nach viereinhalb Jahren des Klagens waren sie es auch satt, die Tiere in ihrer unmittelbarer Umgebung dulden zu müssen. "Einmal haben wir auch schon draußen gegrillt", sagt eine Nachbarin und freut sich über die wiedergewonnene Lebensqualität auf eigenem Grund und Boden.