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Erste Bäume sind schon gepflanzt

Erste Bäume sind schon gepflanzt

Der Ferienpark am Bostalsee ist eine der größten touristischen Investitionen im Saarland. 130 Millionen Euro sind für den Bau geplant. Im Juli 2013 soll der Park öffnen. Die Winterpause auf der Baustelle ist seit Fastnacht vorbei. Die SZ begleitet das Projekt mit einem Baustellen-Tagebuch. Freitags gibt es die neuesten Infos von den Arbeiten am See.

Nohfelden. Baum an Baum reihen sich schon über mehrere hundert Meter auf den beiden Seiten der Zufahrtsstraße zum Ferienpark am Bostalsee. Allein 220 Linden werden hier bald ausschlagen, die Allee nimmt Gestalt an. An einer anderen Stelle für eine Streuobstwiese die Pflanzlöcher schon gegraben. Hecken und Sträucher sollen zudem bald den Begrenzungszaun abdecken. "Soweit machbar, pflanzen wir schon jetzt, so dass bei der Parkeröffnung im Sommer 2013 das Areal möglichst grün ist", sagt Michael Ostien, Projektleiter der Erschließung des Ferienparkes.Zurzeit ist jedoch noch Braun die alles beherrschende Farbe auf dem 90 Hektar großen Areal. Seit einigen Wochen laufen nach einer kurzen Winterpause die Erschließungsarbeiten wieder auf Hochtouren. Am weitesten fortgeschritten sind sie schon im Wiesengrund, einem der sechs Dörfer des Ferienparkes. Die Terrassen für die 64 Häuser dort sind angelegt, die Gründungsarbeiten mit der Verlegung der Drainagen ebenso abgeschlossen wie der Kanalbau. Zurzeit werden hier die Gas- und Wasserleitungen eingezogen, ebenso die Strom- und Glasfaserkabel. Die Bodenplatten für die Ferienhäuser werden nach Ostern gegossen. Die Arbeiter für den Häuserbau kommen dann in der zweiten Maiwoche.

Sind diese im Wiesengrund fertig, dann werden sie sich dem Seedorf widmen, das in unmittelbarer Nähe der Zentraleinheit liegt. "Die Arbeiten müssen kontinuierlich weitergehen", betont Michael Ostien. Klar, dass deshalb im Seedorf die Erschließung auch schon weit fortgeschritten ist. Die Kanalverlegung ist fast beendet, bei der Geländemodellierung muss noch nachgearbeitet werden. Die Gründungsarbeiten für die Häuser haben schon begonnen. Im Seedorf sind 74 Bungalows geplant.

Im Oberdorf (136 Häuser) laufen die Vorbereitungen für die Kanalverlegung. Hier muss man laut Ostien wegen des massiven Felses eine Fräse einsetzen. Die Terrassierung ist fast fertig. Es folgen dann nach und nach die weiteren Erschließungsarbeiten im Unterdorf (64 Häuser), in der Waldlichtung (78 Gebäude) und im Birkenhain (84 Bungalows).

Damit aber nicht genug: Zurzeit sind Arbeiter dabei, den ersten von drei Regenwasserkanälen mit dem Bostalsee zu verbinden. Das vorgeschaltete Regenklärbecken ist fast fertig. Auf dem Parkplatz Süd bei Gonnesweiler wird ebenfalls fleißig gearbeitet, Schotter eingebracht. Dieser Platz wird ab Mai als Lagerfläche für die Hauselemente gebraucht. Nach Ostern wird dann auch der ehemalige Kiosk neben dem Strandbad abgerissen. Der Rundweg ist schon verlegt. "Trotz aller Arbeiten, der Rundweg bleibt offen", sagt der Projektleiter. Insgesamt sind bei der Erschließung zurzeit acht Kolonnen mit rund 50 Beschäftigten im Einsatz.

Für die Erschließung des Ferienparkgeländes ist die Projektgesellschaft Bostalsee zuständig. Für den Bau der so genannten Zentraleinheit die SHS Strukturholding Saar. Auch dort sind die Arbeiten voll im Gange. Auf einer Fläche von 14 000 Quadratmeter in Seenähe entstehen ein Spaßbad, Sportanlagen, Geschäfte und Gastronomie. Ende Oktober haben hier die Arbeiten begonnen. In zweieinhalb Monaten wurden 100 000 Kubikmeter Erde ausgehoben. Mittlerweile ist ein Teil der Bodenplatte in der Baugrube gegossen.

 Die Baustelle des Ferienparkes vom Bostalsee aus gesehen. Foto: B&K
Die Baustelle des Ferienparkes vom Bostalsee aus gesehen. Foto: B&K

Über den Fortgang der Arbeiten können sich Interessierte am Mittwoch, 4. April, ab 18 Uhr, bei einer Bürger-Info-Veranstaltung im Baustellenbüro informieren. Die Anfahrt über Eckelhausen ist bei diesem Termin möglich. Michael Ostien warnt jedoch ausdrücklich Neugierige davor, die Baustelle einfach so zu betreten. Das sei gefährlich. Auch sei der direkte Durchgang von Gonnesweiler zum See aus Sicherheitsgründen nach wie vor verboten.