Ein Dorf feiert sich selbst

Ein Dorf feiert sich selbst

Winterbach. "770 Jahre Winterbach" haben zwischen dem 30. August und dem 2. September Tausende dazu gebracht, mitzufeiern und sich miteinander zu freuen. Nicht nur die Einheimischen waren Gäste bei den zahlreichen Veranstaltungen, die zu dem Geburtstag des Dorfes geboten wurden

Winterbach. "770 Jahre Winterbach" haben zwischen dem 30. August und dem 2. September Tausende dazu gebracht, mitzufeiern und sich miteinander zu freuen. Nicht nur die Einheimischen waren Gäste bei den zahlreichen Veranstaltungen, die zu dem Geburtstag des Dorfes geboten wurden. Mindestens ebenso viele kamen aus der Umgebung, aber auch Vereine und Gruppen, die teilweise von weit her angereist waren. Alle Rekorde brach das Klassen- und Jahrgangstreffen am Freitagabend. Das Zelt platzte aus allen Nähten, weil sich dort rund 1300 Menschen zusammenfanden. Unzählige ehemalige Winterbacher wollten dieses Treffen miterleben und hatten manchmal weite Wege in ihr früheres Heimatdorf zurückgelegt. So war zum Beispiel Christian Recktenwald aus Göteborg gekommen und Margarethe Kirsch aus München. Gerhard Nagel, einer der Mitorganisatoren, konnte seine Freude über diese Riesenveranstaltung nicht verbergen: "Die Jahrgänge sorgten für eine tolle Stimmung. Viele hatten sich ja lange Zeit nicht gesehen." Die Besucher wussten den ganzen Abend so viel untereinander zu erzählen, dass das auf der Bühne angebotene Programm nicht immer die ihm gebührende Aufmerksamkeit fand.Mehr als 100 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der bunten Unterhaltung, die ihnen am Samstagnachmittag geboten wurde. Auch der Spielbus Karlchen war eigens für sie nach Winterbach gerollt. Unter dem Motto "Winterbach begrüßt seine Gäste aus nah und fern" lief am Samstagabend die zweite Großveranstaltung mit 650 Gästen ab. Mitwirkende waren der Musikverein aus Bottenau, der Bergsteigerchor aus Cles, die Guggemusigg Hohwachtfetzer im Schwarzwald, ein slowenischer Chor aus Freyming-Merlebach, die Fanfaren aus Rezé-les-Nantes sowie der Musikverein und der Männerchor Winterbach.

Pastor Klaus Leist feierte am Sonntagmorgen mit 400 Gläubigen im Zelt die heilige Messe. Danach bereitete sich Winterbach auf den großen Festumzug vor, den am Nachmittag etwa 4000 Menschen sehen wollten (wir berichteten). Anschließend gab es noch einmal einen Riesenandrang im Zelt. Mit einem Konzert des saarländischen Polizeiorchesters klang die 770-Jahr-Feier aus.

Eine interessante Ausstellung war über die Tage in der Mehrzweckhalle aufgebaut. Der Obst- und Gartenbauverein präsentierte eine Gartenanlage mit Häuschen, Campingmöbeln, Hobbyarbeiten und Pilzen, stellte einen Bollerwagen mit Kohlköpfen dazu und rahmte das Ganze mit Blumenbeeten ein. An den Wänden verteilt waren die Fotos der Jahrgänge zu sehen. Schul- und Heimatliteratur ab dem Jahre 1910 und jede Menge Fotos machten den Rundgang zu einem Erlebnis. Die frisch herausgekommene "Chronik der Volks- und Grundschule" war am Sonntagabend restlos ausverkauft.

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