Keine Abschiebungen im Landkreis Südwestpfalz

Keine Abschiebungen im Landkreis Südwestpfalz

Der Landkreis Südwestpfalz hat zwischen dem 1. Oktober 2015 und dem 31. Dezember 2016 insgesamt 892 Flüchtlinge aufgenommen. Das erklärt Landkreis-Sprecherin Ulla Eder. Die meisten stammten aus Syrien (507), Afghanistan (181), Iran (37), Pakistan (35) und Eritrea (33). Die übrigen verteilten sich auf Aserbaidschan (26), Somalia (19), Georgien (16), Armenien (12), Mazedonien (7), Ägypten (6), Albanien, Algerien, Tadschikistan und die Türkei (je 2) sowie Guinea, Kosovo, Russland und Zentralafrika (je einer). Hinzu kommt ein staatenloser Flüchtling. Von den Flüchtlingen habe man 460 Personen anerkannt, abgeschoben hingegen niemanden. Es hätten jeweils Abschiebungshindernisse wie Krankheit, fehlende Papiere oder Ähnliches vorgelegen, so Eder.

In Dahn seien die Flüchtlinge in einer Sammelunterkunft untergebracht worden, in Waldfischbach-Burgalben in einem ehemaligen Hotel. Die überwiegende Mehrheit sei in Wohnungen und Häusern untergekommen, welche von Privatpersonen oder Ortsgemeinden angemietet worden seien. Die Flüchtlinge zu integrieren, leistet Eder zufolge die Kreisvolkshochschule mit Integrations- und Sprachkursen. Das Netzwerk Ehrenamt greife den Helfern hier unter die Arme. Auch über das Bundesprogramm "Demokratie leben" konnten Integrationsprojekte gefördert werden. Zur Arbeitsmarktintegration habe die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestpfalz die Veranstaltung "Flüchtlinge @work" durchgeführt.

Eder: "Ferner arbeitet ein Job-Pilot mit den Verbandsgemeinden, der Bundesagentur für Arbeit und dem Kommunalen Jobcenter an der Arbeitsmarktintegration. Unterstützt wird diese Arbeit durch die erforderlichen Informationen der Ausländerbehörde."

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