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Hochwasser Trier-Saarburg: Seniorenheim evakuiert, Kein Strom in Kordel

Hochwasser im Kreis Trier-Saarburg : Seniorenheim evakuiert - Ort ohne Strom und Trinkwasser

Kein Strom, kein Trinkwasser – und ein Seniorenheim, das evakuiert werden muss: Die Lage in Kreis Trier-Saarburg ist aufgrund des Hochwassers aktuell kritisch. Zumindest beim Heim gibt es jedoch „gute“ Nachrichten.

Das Hochwasser in der Region Trier sorgt am Donnerstagmorgen vor allem in Kordel (Kreis Trier-Saarburg) für Schwierigkeiten. Neben einem bereits in der Nacht entstandenen Stromausfall ist nun auch die Trinkwasserversorgung ausgefallen. Das teilt der Kreis Trier-Saarburg mit.

Kordel: Kein Strom, kein Trinkwasser

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt die Pressesprecherin des Kreises, Nicole Schumacher, dass 22 000 Personen ohne Trinkwasser sind. Betroffen seien dabei nicht nur die Gemeinde Kordel (knapp über 2000 Einwohner), sondern auch Nachbargemeinden. Der Grund: Die Trinkwasserpumpe in Kordel ist ausgefallen. Ein Ersatzgerät zum Betreiben der Pumpe wird nach Kordel gebracht.

Ein weiteres Problem: Kordel ist weiter ohne Strom. Ohne diesen kann auch die Trinkwasserversorgung nicht wieder hergestellt werden, so Schmumacher. Wann der Strom wieder da sein könnte, kann sie aktuell nicht sagen. Die Einsatzkräfte erhalten Untersützung durch die Bundeswehr.

Seniorenheim: Erdgeschoss muss evakuiert werden

Auch wenn die Einwohner Kordels aktuell keinen Strom und kein Trinkwasser haben, liegt der Fokus laut Schumacher „auf der Rettung der Älteren“. Diese – gemeint sind die Bewohner des Seniorenheimes „Haus am Kyllufer“ – müssen evakuiert werden. Auch wenn sich die Evakuierung aufgrund der Wassermassen schwierig gestaltet, gibt es „gute“ Nachrichten: „Wir dachten zunächst, dass wir das gesamte Heim evakuieren müssen. Mittlerweile wissen wir aber, dass es sich nur um 17 Personen handelt, die im Erdgeschoss leben“, so die Pressesprecherin. Dieses Erdgeschoss sei überflutet.

Problematisch gestaltet sich auch die Verkehrslage in und um Kordel. Aktuell sind alle Straßen, die in den Ort führen, gesperrt. Lediglich die Zufahrtsstraße von Welschbillig kommend ist „unter Lebensgefahr nur für Einsatzkräfte“ geöffnet.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Hochwasser finden Sie auch in unserem SZ-Liveblog.