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Deutsch-arabische Privatklinik in Zweibrücken geplant

Deutsch-arabische Privatklinik in Zweibrücken geplant

Eine regionale Investorengruppe aus dem Medizinbereich möchte das ehemalige Evangelische Krankenhaus (EvK) in Zweibrücken übernehmen und darin eine Vielzahl von Einrichtungen ansiedeln.

Die Investoren erwarten zu Beginn 20 bis 25 und am Ende mindestens 120 zusätzliche Arbeitsplätze. Die Magen-Darm-Abteilung des Nardini-Klinikums und weitere Mieter in dem Gebäude sollen bleiben. Die Investorengruppe will derzeit noch nicht namentlich an die Öffentlichkeit gehen, erläuterte auf SZ-Anfrage aber einige Details der Pläne.

Bekommen die Investoren den Zuschlag, wollen sie - wohl schon im Juli - einen Operationssaal wieder in Betrieb nehmen sowie die Sterilisationsanlage. Letztere sei Gewinn bringend zu betreiben, weil das nächste Zentrum für externe Hygiene und Sterilisation 60 Kilometer entfernt in Kaiserslautern sei. Die OP-Säle sollen reaktiviert werden, um den Bedarf der früheren und künftiger Belegärzte decken zu können sowie später für weitere Einrichtungen im EvK-Gebäude.

Die größte Nutzfläche (1500 Quadratmeter) soll eine deutsch-arabische Privatklinik einnehmen, sowohl mit medizinischen als auch kosmetischen Angeboten. Zielgruppe sind zunächst Privatpatienten aus dem Nahen und Mittleren Osten, später möglicherweise auch deutsche und andere europäische Patienten. Mitglieder der regionalen Investorengruppe behandeln heute schon Patienten aus dem Irak, darüber entstand auch der Kontakt zu den arabischen Investoren.

Im fünften und sechsten Obergeschoss ist ein "Klinik-Hotel" für ambulant operierte Patienten und Angehörige geplant. Das bestehende MVZ (Medizinische Versorgungszentrum) würden die Investoren nicht nur gerne behalten - sie planen durch die Ansiedlung niedergelassener Ärzte aus weiteren Disziplinen eine "Facharztklinik" nach dem Vorbild in Hamburg-Eppendorf. Erste Interessenten gebe es bereits aus den Bereichen Pathologie, Augen-Operationen und Großlabor. Auch ein Investor selbst will in das Gebäude umziehen. Interessenten gebe es auch aus den Bereichen Homecare- und Pflegedienst sowie Beatmungspatienten-Wohngemeinschaften. Geplant sind auch Beauty-Angebote.