Gute Ideen sind der Erfolgsmotor

An guten Ideen hat es den Zweibrückern noch nie gemangelt. Hier lebten große Denker wie der U-Boot-Erfinder Wilhelm Bauer. Deshalb, aber auch, weil sich in der hiesigen Niederauerbach-Kaserne immerhin der größte Standort der Saarlandbrigade befindet, ist es nur folgerichtig, dass ein U-Boot auf den Namen Zweibrücken getauft wird

An guten Ideen hat es den Zweibrückern noch nie gemangelt. Hier lebten große Denker wie der U-Boot-Erfinder Wilhelm Bauer. Deshalb, aber auch, weil sich in der hiesigen Niederauerbach-Kaserne immerhin der größte Standort der Saarlandbrigade befindet, ist es nur folgerichtig, dass ein U-Boot auf den Namen Zweibrücken getauft wird. Zwar gab es am Mittwoch auch Kritik im Stadtrat, ob die Stadt die Patenschaft für ein solches militärisches Gerät übernehmen soll, das immerhin auch in Krisengebieten eingesetzt werden kann. Aber schließlich hat der Rat mit breiter Mehrheit für das Vorhaben gestimmt und dadurch auch ein gutes Stück Solidarität mit der Bundeswehr und den in der Stadt stationierten Soldaten gezeigt, von denen momentan 150 in Afghanistan ihr Leben für Friede, Freiheit, Recht und Demokratie riskieren. Gute Ideen sind aber gerade auch in einer Zeit wie der heutigen gefragt, in der die ganze Welt unter einer Wirtschaftskrise leidet, wie es sie seit den dreißiger Jahren nicht mehr gab. Auch im Zweibrücker Stadtbild sind ihre Auswirkungen unübersehbar. Seit Montag ist der Herrenausstatter Goebes Geschichte, das auf eine 73-jährige Firmengeschichte zurückblicken konnte und wo sich einst sogar Prominente einkleideten. 100 Jahre war das traditionsreiche Bekleidungshaus Sinn in der Stadt, vor fast einem Jahr schloss der größte Einzelhändler in der Zweibrücker Innenstadt, nachdem die Muttergesellschaft infolge der Wirtschaftskrise Insolvenz angemeldet hatte. Aber es gibt Hoffnung für die krisengebeutelte Zweibrücker Innenstadt. Eine Immobilienfirma aus Stuttgart sucht trotz Deutschlands größtem Outlet-Center am Flughafen dringend ein freies Ladenlokal für einen bekannten Modefilialisten in der Innenstadt, der auf mindestens 500 Quadratmeter Verkaufsfläche seine Produkte anbieten möchte. Auch ein Buchhändler und ein großer Geschenkartikelfilialist suchen einen geeigneten Laden in der Zweibrücker City. Woran das liegt? Weil Einzelhandel und Stadt-Marketing gleichermaßen seit Jahren daran arbeiten, die Innenstadt aufzuwerten. Gewiss sind auch viele gute Ideen zerredet worden. Aber andere sind gerade dabei, Erfolgsgeschichte zu schreiben. Wie das Zweibrücker Regal mit typischen Produkten aus der Region, das jetzt bereits vier Geschäfte anbieten.