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Gratis-Wasserspender nicht zu bezahlen

Gratis-Wasserspender nicht zu bezahlen

Trinkwasserspender in der kompletten Innenstadt? „Da machen wir uns keine Gedanken drüber!“ Mit klaren Worten erteilt Zweibrückens Sprecher Heinz Braun dem derzeit bundesweit kursierenden Vorschlag (wir berichteten) eine Absage, kühles Nass überall gratis anzubieten, um die Vermüllung von Kommunen mit Plastik- und Glasflaschen einzuschränken. „Das ist eine Frage des Preises, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier würde solche Dinge nicht genehmigen“, führt Braun weiter aus.

Es handele sich bei dem von Städte- und Gemeindebund und Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft positiv beurteilten Vorschlag um eine freiwillige Leistung. "Eine solche Ausgabe dürfte nur getätigt werden, wenn sie unabwendbar ist", erklärt der Sprecher. Das sei nicht der Fall.

Auch Werner Brennemann, Chef der in Zweibrücken fürs Trinkwasser zuständigen Stadtwerke, sieht mögliche Kosten als Problem. Ebenso fürchtet er Vandalismus oder Verschmutzung. "Ich möchte nicht wie in Berlin Wasser aus Behältern trinken", sagt Brennemann. Maximal sechs Monate könne man eine solche Vorrichtung nutzen, ehe sie abgebaut werden müsse.

Darüber hinaus wäre es nötig, etwa die frisch renovierte Fußgängerzone aufzubohren, um Leitungen zu verlegen. Auch das Argument der Befürworter, Gratis-Wasser werte die Innenstädte auf, lässt er für Zweibrücken nicht zu. "Wir haben die neuen Wasserspiele, die sind attraktiver als Wasserspender."