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City-Outlet vor Eigentümerwechsel

City-Outlet vor Eigentümerwechsel

Zweibrücken. Seit mehreren Wochen wurde unter strenger Geheimhaltung verhandelt, am Freitag kam die Vollzugsmeldung: Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau und die Hanseatische Grundbesitz- und Vermögensverwaltungsgesellschaft (HGV) haben sich laut einer Gewobau-Pressemitteilung auf die Modalitäten des City-Outlet-Verkaufs geeinigt

Zweibrücken. Seit mehreren Wochen wurde unter strenger Geheimhaltung verhandelt, am Freitag kam die Vollzugsmeldung: Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau und die Hanseatische Grundbesitz- und Vermögensverwaltungsgesellschaft (HGV) haben sich laut einer Gewobau-Pressemitteilung auf die Modalitäten des City-Outlet-Verkaufs geeinigt. Herausgekommen ist ein Geschäft, bei dem die HGV "erhebliche Investitionen in bestehende beziehungsweise zukünftige Einzelhandelsstandorte in der Innenstadt von Zweibrücken beziehungsweise in der Canada-Siedlung vornimmt". Ein Geschäft, nicht auf das vor sich dahindümpelnde Einkaufszentrum beschränkt, wie zuvor vermutet. Bis 2013 ist das Verkaufsangebot der Gewobau für das City-Outlet, die Passage Schreiner und ein 12 000 Quadratmeter großes Grundstück in der Canada-Siedlung zwischen Steinhauser Straße und Quebecstraße bindend. Und: Nur wenn die HGV das City-Outlet kauft, darf sie die vereinbarte Option auf die Canada-Siedlung auch wirklich wahrnehmen.Der genaue Kaufpreis bleibt laut Gewobau geheim, betrage aber "mehrere Millionen Euro für alle Grundstücke zusammen". Die Gewobau hatte das City-Outlet für eine Million Euro gekauft und für 3,5 Millionen Euro umgebaut, wobei das Land 1,2 Millionen beisteuerte.

Die HGV wolle zügig mit der Umsetzung ihrer Projekte in der Rosenstadt beginnen und zunächst Baurecht für ein Einzelhandels-Nahversorgungszentrum mit bis zu 6000 Quadratmeter Verkaufsfläche in der Canada-Siedlung schaffen, so die Gewobau. Ob der Investor neben dem City-Outlet und der Passage Schreiner auch das Parkhaus City-Outlet, das sich im Eigentum der städtischen Tochter Stadtwerke Servicebetrieb GmbH befindet, kauft, um ein größeres Einkaufszentrum an dieser Stelle zu realisieren, ist demnach offen.

HGV-Chef Klaus Heidenreich wollte am Freitag auf Merkur-Nachfrage keine Stellungnahme zu den Vereinbarungen abgeben und verwies auf Gewobau-Chef Werner Marx (Foto: pma). Auch der wollte allerdings zunächst keine Fragen beantworten, die über die Pressemitteilung hinausgehen. > Seite 19: weiterer Bericht