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Wer bestellt, bezahlt: Winterdienst nach Aufwand zahlen

Wer bestellt, bezahlt : Winterdienst nach Aufwand zahlen

Das steht in einem Antrag des Stadtrates Hornbach an die Verbandsgemeinde.

Bisher zahlten die Ortsgemeinden für den Winterdienst der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land nach der Einwohnerzahl. Künftig sollen die Ortsgemeinden nach dem in ihrem Ort benötigten Aufwand zahlen. Einen entsprechenden Antrag an die VG-Verwaltung hat der Hornbacher Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung verabschiedet.

Hintergrund ist ein Gespräch der Verbandsgemeinde-Werke mit den Bürgermeistern. Dabei habe man über die Dringlichkeit und den Bedarf des Winterdienstes geredet, informierte Bürgermeister Reiner Hohn (FDP) in der Stadtratsitzung. Dabei seien die Gefällstrecken und der Busverkehr als vordringliche Straßen genannt worden. „Dem haben die meisten Bürgermeister auch zugestimmt“, sagte Hohn. Einige hätten allerdings alle Straßen im Ort als vordringlich aufgeführt. Als Folge machte Hohn den Vorschlag, dem der Rat folgte.

Das Ingenieurbüro habe bereits einen Plan für die drei Zwischenböden aus Metall im Friedhofsturm erarbeitet. Es fehle noch die Antwort des Statikers, informierte Bürgermeister Hohn den Stadtrat. Deshalb könne der Auftrag erst in der ersten Sitzung im nächsten Jahr vergeben werden.

Bernd Clauer (FDP) kann nicht nachvollziehen, dass der Einbau neuer Zwischenböden so lange dauert. Bereits vor fast einem Jahr war ein Gemeindearbeiter durch den hölzernen Zwischenboden gestürzt und hatte sich schwer verletzt (wir berichteten). „Es dringt immer noch Wasser durch das Dach ein und das Holz hört nicht auf zu faulen“, schilderte Clauer die Situation. Deshalb bestehe die Gefahr, dass die rund 300 Kilogramm schwere Glocke ebenfalls abstürzt.

Der Rat forderte die Verbandsgemeinde-Verwaltung auf, schnellstmöglich den Auftrag zur Sicherung der Glocke zu vergeben. Die Sanierung des Daches soll nach der Sicherung und dem Einbau neuer Zwischenböden angegangen werden, schlug Hohn als weitere Schritte für die Sanierung des Friedhofsturmes vor.

Für die Erneuerung der Technik im Historama wurden die Arbeiten vergeben. Dabei sei es nach Auskunft des eingeschalteten Büros Theuer schwer gewesen, Angebote für eine zeitnahe Ausführung zu bekommen, sagte Hohn. Der Firma Steffen Lauer aus Zweibrücken wurde die Erneuerung der EDV-Technik in Höhe von 13 000 Euro übertragen, der Firma Elektro-Gross aus Illingen die Elektroinstallation in Höhe von 16 500 Euro.