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Jugendfeuerwehr Dellfeld: Teamwork am Computer

Jugendfeuerwehr Dellfeld : Teamwork am Computer

Der Dellfelder Feuerwehr-Nachwuchs bekommt einen Einblick ins Programmieren und Digital-Technik.

(nlg) Wenn man an die Übungseinheiten der Feuerwehr denkt, dann sieht man vermutlich eher Übungen mit dem Wasserschlauch vor sich. Die Kinder der Jugendfeuerwehr Dellfeld widmeten sich stattdessen einmal einem ganz anderen Thema. Fünf Tage lang probierten die sich an fünf High-Tec iMacs aus, die in Kooperation mit dem Institut für Medien und Pädagogik e.V. Rheinland-Pfalz an die Jugendfeuerwehr Dellfeld verliehen wurden. Ende letzten Jahres hatte sich die Jugendfeuerwehr Dellfeld für das Projekt beworben, das nicht nur der Jugendfeuerwehr, sondern allen möglichen Jugendeinrichtungen und Vereinen zur Verfügung gestellt wird. „Es sieht nach spielen aus, aber es steckt mehr dahinter“, erklärte der Jugendwart der Jugendfeuerwehr Dellfeld und stellvertretende Verbandsgemeinde-Sprecher der Jugendfeuerwehr der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Raphael Dufour. Nach Spielen sah es tatsächlich auf den ersten Blick aus, denn es ging auch um den spielerischen Umgang mit moderner Technik, dem Internet und um Interaktion. Die untereinander vernetzten Rechner waren mit den verschiedensten Programmen und Interfaces ausgestattet, etwa einem MakeyMakey, mit dem die Kids alltägliche Gegenstände zu Eingabegeräten verwandeln können und auch ein LeapMotion, bei dem die Kids in 3D mit ihren Händen über den PC Dinge ausführen können.

Die Kinder erhielten einen spannenden Einblick ins Programmieren, erfanden eigene Spiele und mussten dabei vor allem eines: in Gruppen arbeiten, um ans Ziel zu kommen. Und spätestens hier spannt sich der Bogen zur Vereinsarbeit, denn: „Feuerwehr ist definitiv eine Teamarbeit und gerade das war in diesen Workshops so wichtig“, erklärte Raphael Dufour. Darum waren auch die anderen Jugendfeuerwehren in der Verbandsgemeinde eingeladen. So fand innerhalb der fünf Nachmittage auch ein Austausch etwa mit der Jugendfeuerwehr Bechhofen, Hornbach oder Contwig statt, bei dem sich die Kinder der verschiedenen Wehren auch untereinander austauschen und kennenlernen konnten.

Dem elfjährigen Nils gefiel es, sich absprechen zu müssen. Und: „Das man witzige Spiele spielen kann.“ Die neunjährige Emily sah das ähnlich. „Es ist lustig. Vor allem lernt man, mit den anderen Teamarbeit zu machen. Und es ist was zum Lernen und manchmal geht es auch um Schnelligkeit.“ Diese Schnelligkeit demonstrierte sie sogleich beim Becherstapeln. Mit einem selbst programmierten Programm, das die Zeit stoppt, sobald man die leitfähigen Platten berührt, die sie mit dem Rechner verbunden hatten, lieferte sie sich mit Nils und anderen Kindern einen kleinen Wettbewerb. „Diese fünf Tage haben die Jugend nochmal fester zusammen geschweißt und die Kameradschaft gefördert“, stellte Raphael Dufour zufrieden fest.