VTZ hakt Aufstieg ab

Zu schwach besetzt und zu harmlos in der Offensive – das sind derzeit die Knackpunkte bei der VT Zweibrücken-Saarpfalz. So unterlag der Dritte der Handball-Oberliga gestern Abend mit 26:29 beim TV Mülheim.

Die Achterbahnfahrt der VTZ-Handballer geht weiter. Beim TV Mülheim kassiert der Oberligist aus Zweibrücken gestern Abend ein "unnötige" 26:29 (13:14)-Niederlage, wie der Vorsitzende Jörg Clemens erklärt. "Wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt", beklagt er. Allein Max Ulbrich und Steffen Kiefer vergeben sechs Tempogegenstöße. Durch die zweite Pleite aus den zurückliegenden drei Partien "können wir den Aufstieg für diese Saison abhaken".

In Mülheim hat sich das Team von Trainer Mirko Schwarz von Beginn an schwer getan. Nach dem 4:4 durch Martin Mokris setzt sich der Gastgeber auf 7:4 (14.) ab. "Wir haben uns wieder herangekämpft", sagt Clemens. Zunächst auf 9:10 (23.). Doch die Aufholjagd kostet Kraft, Mülheim bat den Vorsprung auf vier Tore (14:10) aus. Doch eine Vorentscheidung verpassen die Gastgeber. In Unterzahl, Mokris erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe (28.), bringen Tomas Mazar und Maurice Kaufeld die Zweibrücker mit ihren Treffern kurz vor der Pause wieder auf 13:14 heran.

Zu Beginn der zweiten 30 Minuten scheinen die Zweibrücker wie ausgewechselt. "Es ging ein Ruck durch die Mannschaft", die das Spiel nun ans sich und auf 21:19 vorbeizieht (43.). Doch dann gehen der VTZ allmählich die Kräfte aus. Mülheim gleicht nicht nur aus, sondern kann das Spiel erneut drehen. Beim 25:26 (57.) sind die Gäste letztmals dran, dann zieht der TV über 28:25 auf den 29:26-Endstand weg. "Der Einbruch und damit die Niederlage sind nicht nur den vergebenen Chancen, sondern auch der Tatsache geschuldet, dass wir auf der Bank niemanden haben, den wir in einem so engen Spiel hätten einwechseln können", erklärt Jörg Clemens. Die Alternativen fehlen den Zweibrückern derzeit. Zudem musste Max Ulbrich den Großteil der zweiten Hälfte nach einen Schlag gegen den Kiefer auf der Bank Platz nehmen. "Wir haben das Spiel ohnehin schon nur mit sieben Leuten gemacht." Denen sei gegen Ende einfach die Puste ausgegangen. "Die ausgedünnte Bank und die schlechte Chancenverwertung sind derzeit das Manko", erklärt der VTZ-Vorsitzende. Für das Team gehe es daher nur noch darum, die Runde ordentlich zu Ende zu spielen und perspektivisch zu denken. Die Vertragsverlängerung von Martin Mokris, der weitere zwei Jahre bei der VTZ bleibt, ist ein Schritt in diese Richtung. "Wir brauchen Beständigkeit, da war Martin ein ganz wichtiger Baustein", betont Clemens.

Zum Thema:

Auf einen BlickVT Zweibrücken-Saarpfalz: Kiefer 8/1, Mazar 6, Trifanovs 5, Kaufeld 4, Galla 2, Mokris 1, M. Ulbrich, P. Ulbrich, Beckmann, Stauch, Pcola, Pesic. ski