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Vodicka fordert auf dem Weg ins Finale Teamgeist

Vodicka fordert auf dem Weg ins Finale Teamgeist

An diesem Sonntag entscheidet sich, ob die Zweibrücker Hornets auch in diesem Jahr ins Playoff-Endspiel einziehen werden.

Alles oder nichts heißt es am Sonntagabend in der Zweibrücker Ice-Arena. Dann, wenn es ab 19 Uhr zum entscheidenden dritten Playoff-Halbfinale der Eishockey-Regionalliga Südwest zwischen den Hornets und dem EC Eppelheim kommt. Nach der knappen 5:6-Pleite zum Auftakt haben die Zweibrücker vergangene Woche durch den klaren 6:2-Sieg bei den Eisbären in der Best-of-three-Serie ausgeglichen und das dritte Spiel erzwungen. Nun entscheidet sich, wer ins Playoff-Endspiel einziehen wird. Dort warten dann entweder der ESC Hügelsheim oder die Eisbären Heilbronn, die ebenfalls ein drittes Mal ran müssen.

Der EHC Zweibrücken geht mit Zuversicht in die Partie. Obwohl Benedikt Peters, der in Eppelheim eine Spieldauerstrafe erhielt, fehlen wird. Entgegen einiger Gerüchte wird Felix Stokowski aber nicht gesperrt ausfallen. Er hatte in Eppelheim seine dritte Zehn-Minuten-Strafe kassiert, was normalerweise auch eine Sperre bedeuten würde. Doch seiner Zehner-Strafe gegen Stuttgart folgte im selben Match eine Spieldauerstrafe. Damit zählt die Zehn-Minuten-Strafe nicht - und Stokowski ist spielberechtigt. Trainer Tomas Vodicka wird dennoch ein wenig umbauen müssen. Denn neben Peters fehlt auch Ralf Wolf mit Knieproblemen. Außerdem seien zwei Spieler erkältet. "Ich hoffe aber, dass die bis Sonntag wieder gesund sind", sagt Vodicka. Doch egal, wie die Mannschaft letztendlich aussehen wird, der Coach geht von einem Sieg aus, auch wegen der Art und Weise, wie sein Team in Eppelheim aufgetreten ist. "Wenn wir genauso weiterspielen, wenn wir als Mannschaft auftreten und jeder für jeden mitkämpft und mitspielt, dann sehe ich überhaupt keine Probleme", erklärt der Hornets-Trainer. Seine Mannschaft habe das erste Spiel verpennt und darum müsse sie nun im dritten den Sack zu machen. "Wir wollen und können gewinnen", ist Vodicka zuversichtlich, wie bereits im vergangenen Jahr ins Playoff-Finale einziehen zu können.

Doch genau da wollen auch die Gäste aus Eppelheim hin. Der ehemalige EHCZ-Trainer und jetzige Teammanager der Eppelheimer, Richard Drewniak, betonte unter der Woche, dass der EC nicht chancenlos sei. Denn in den bisher fünf Aufeinandertreffen der aktuellen Saison gingen die Eisbären drei Mal als Sieger vom Eis - zwei Mal in Zweibrücken. "Aber das Spiel wird sicher komplett offen sein. Es wird auch eine andere Partie als in Eppelheim. Dieses Mal sind beide Teams unter Druck", erklärt Drewniak.

Die Hornets hoffen in der entscheidenden Heimpartie auf den Rückhalt der Fans, die auch in der vergangenen Woche in Eppelheim stark vertreten waren. "Da war ein ganzer Bus voll dabei, zudem sind ganz viele mit dem eigenen Auto angereist. Für diese tolle Unterstützung kann ich nur danke sagen", betont Vodicka, der hofft, dass die Halle ausverkauft ist. "Die Fans sind unser siebter Mann, die brauchen wir." Auch Kapitän Andre Nunold hat sich in einer Facebook-Botschaft im Namen des Teams an die Anhänger gewandt: "Dass wir das Ende der Saison am Freitag mit einem Sieg abwenden konnten, lag zum größten Teil an dem fantastischen Support unserer Fans, die das Auswärtsspiel im Icehouse Eppelheim zu einem Heimspiel umgewandelt hatten. Ein großes Dankeschön vom ganzen Team der Hornets - das ist einmalig in der Liga."

Karten für das entscheidende dritte Spiel gibt es im Arena-Shop in der Eishalle. Eine Abendkasse wird es nur dann geben, wenn noch Tickets übrig sind. Mit mindestens 1000 Fans in der Halle wünschen sich die Hornets dann, den Traum vom Finale zu erfüllen.

Auch im zweiten Halbfinale muss die dritte Partie her. Der EHC Heilbronn hat sich nach dem 3:4 zuhause am vergangenen Wochenende mit 7:3 gegen den ESC Hügelsheim durchgesetzt. Diese Entscheidung fällt ebenfalls am Sonntag. Anstoß in Heilbronn ist um 18 Uhr.