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Freifallspringer der Bundeswehr üben mit neuen Hygiene-Regeln

Bundeswehr : Fallschirmjäger der Saarland-Brigade üben mit neuem Hygiene-Konzept

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wollen Freifaller der Luftlandebrigade 1 am Dienstag wieder mit ihren Fallschirmen abspringen. Für die Flugzeuge und die Soldaten gelten Hygiene-Regeln.

Die Fallschirmjäger der Saarland-Brigade kehren langsam wieder in den Normalbetrieb zurück. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie werden Freifaller vom kommenden Dienstag an wieder mit dem Fallschirm abspringen, wenn das Wetter mitspielt. Gesprungen werden soll über dem Zweibrücker Flughafen unter anderem aus dem Transportflugzeug Airbus A400M.

Amtsärzte der Bundeswehr hätten spezielle Hygiene-Konzepte für die Flugzeuge und die einzelnen Fallschirmspringer entwickelt, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, teilte die Luftlandebrigade 1 in Saarlouis mit.

Freifaller springen aus einer Höhe von bis zu zehn Kilometern kopfüber aus dem Flugzeug und öffnen ihren Schirm – im Gegensatz zu Automatikspringern – manuell. Sie haben bis zu 100 Kilogramm Gepäck dabei. „Vor allem das Verfahren des Fallschirmsprungs gilt es regelmäßig zu üben, so dass die Fallschirmjäger handlungssicher in ihren Abläufen bleiben sowie die notwendigen Lizenzen aufrechterhalten werden können“, erklärte ein Sprecher der Brigade. Eine fundierte und regelmäßige Ausbildung und Übung sei die Lebensversicherung der Soldatinnen und Soldaten.

„Aus Sicht des Kommandeurs der Luftlandebrigade 1, Oberst Jens Arlt, sind die Umstände aus dieser Situation nicht zu diskutieren, sondern zu akzeptieren und die eigenen Handlungen daran anzupassen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Luftlandebrigade 1 nehme die Covid-19-Situation sehr ernst und setze seit Ausbreitung der Pandemie die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts konsequent um. Das erfolgreiche Eindämmen des Virus zeige sich besonders in den geringen Fallzahlen: Bisher sei im Verantwortungsbereich der Luftlandebrigade 1 mit ihren insgesamt 4400 Soldatinnen und Soldaten nur eine geringe einstellige Zahl nachweislich mit dem Coronavirus infiziert worden.