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Kopfbälle sind nicht gesund für das menschliche Gehirn, warnen Forscher

Kecks informiert : Darum sollen Kinder beim Fußball auf Kopfbälle verzichten

Immer wieder mit dem Kopf gegen den Ball: Irgendwann kann einem da beim Fußball-Training schon mal der Schädel brummen. In manchen Ländern dürfen Kinder deshalb keine Kopfbälle trainieren.

Im Land USA wurden Kopfbälle für Kinder unter zehn Jahren schon vor längerer Zeit verboten. Vor Kurzem zog der englische Fußballverband nach. Er untersagte sie für Kinder unter zwölf Jahren im Training, aber im Spiel sind sie weiter erlaubt.

Ingo Helmich findet das schwierig. Er ist Hirnforscher und arbeitet an der Deutschen Sporthochschule in Köln im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Er fände es gut, wenn auch in Deutschland Kopfbälle im Kinderfußball verboten wären. Aber das müsste sowohl für das Training gelten als auch für das Spiel. In Deutschland ist spezielles Kopfball-Training erst ab dem 13. Lebensjahr vorgesehen. Leichtere Kopfball-Übungen werden auch schon vorher gemacht. Fachleute empfehlen Kindern aber, mit leichteren Bällen zu köpfen.

Forscher haben mehrere Tausend ehemalige Fußball-Profis untersucht. Sie fanden heraus, dass die Ex-Profis anfälliger für bestimmte Hirn-Krankheiten waren. Manche vermuten, dass die Erkrankungen etwas mit den Kopfbällen zu tun haben könnten. Doch einen Beweis dafür haben die Fachleute nicht. Andere Experten halten ein Verbot von Kopfbällen deshalb übertrieben.

Sicher sind sich Hirnforscher wie Ingo Helmich bei einer anderen Sache: Ein Kopfball kann unser Gehirn ähnlich durchschütteln wie eine Gehirnerschütterung. Bei einer Gehirnerschütterung treten bekommt man etwa Kopfschmerzen, kann nicht mehr richtig sehen oder es wird einem schwindelig.

(dpa)