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Studienprognose
Zahl der Studenten im Saarland bleibt hoch

Gütersloh. Studienquote soll bis zum Jahr 2050 nur wenig sinken.

(dpa) Die Zahl der Studienanfänger im Saarland dürfte langfristig nur wenig zurückgehen. Das geht aus einer Erhebung des Centrums für Hochschulentwicklung  (CHE) hervor. Nach diesen Berechnungen wird die Erstsemesterzahl bis zur Mitte des Jahrhunderts durchweg  die Zahl der Studienanfänger des Jahres 2005 (3740) übertreffen.


Bis zum Jahr 2029 werde die Zahl  der Erstsemester im Saarland von gegenwärtig knapp 5500 auf 4750 Erstsemester fallen. Danach verharrt ihre Zahl  nach dieser Prognose bis zum Jahr 2040 bei etwa 4800 Studienanfängern, um dann bis 2050 auf 4450 zu fallen. Die CHE-Analyse basiert auf Modellrechnungen, denen wiederum Annahmen über die demografische Entwicklung des Landes und die Zahl ausländischer Studenten zugrunde liegen.

Deutschlandweit soll die Studienquote der CHE-Prognose zufolge bis zum Jahr 2050 um den Wert von 425 000 pro Jahr schwanken. Dieses konstant hohe Niveau werde nicht mehr wesentlich unterschritten. Die Zahl der Erstsemester pro Studienjahr in Deutschland liegt bereits seit dem Beginn dieses Jahrzehnts im Schnitt bei etwa einer halben Million pro Jahr. Im Jahr 2005 hatten 350 000 Menschen ein Studium begonnen.



Das CHE mahnte angesichts der hohen Zahlen eine dauerhafte, verlässliche Finanzierung der Hochschulen an. Mit einem zeitlich begrenzten Hochschulpakt werde der Ansturm der Studenten auf die Hochschulen nicht zu bewältigen sein. Derzeit studieren in Deutschland rund 2,8 Millionen Menschen.