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Turner pilgern nach FrankfurtSaarländer mit Medaillen-Chancen beim Geräte-Turnen

Frankfurt/Saarbrücken. Es ist die größte Breitensport-Veranstaltung Europas - und das Saarland mischt kräftig mit. Das Internationale deutsche Turnfest hat vom 30. Mai bis 5. Juni Frankfurt fest im Griff. Im März konnten die Organisatoren die stolze Zahl von 65 000 gemeldeten Teilnehmern veröffentlichen. Insgesamt wird mit mehreren Hunderttausend Besuchern gerechnet Von SZ-Mitarbeiter Sascha Sprenger

Frankfurt/Saarbrücken. Es ist die größte Breitensport-Veranstaltung Europas - und das Saarland mischt kräftig mit. Das Internationale deutsche Turnfest hat vom 30. Mai bis 5. Juni Frankfurt fest im Griff. Im März konnten die Organisatoren die stolze Zahl von 65 000 gemeldeten Teilnehmern veröffentlichen. Insgesamt wird mit mehreren Hunderttausend Besuchern gerechnet. Aus dem Saarland haben sich etwas mehr als 1500 Turnerinnen und Turner aus 120 Vereinen angemeldet. "Wir gehen aber davon aus, dass sich noch einmal so viele Interessierte privat nach Frankfurt aufmachen - das bietet sich wegen der Nähe zu Frankfurt an", erklärt Karsten Kreis, Geschäftsführer des Saarländischen Turnerbundes (STB). In den Vorjahren kam es schon einmal vor, dass der STB Sonderzüge als Service für seine Mitglieder organisiert hatte. "Die sind in diesem Jahr nicht notwendig", erklärt Kreis.



Neben den Höhepunkten im Spitzensport, die in das Turnfest eingebettet sind - unter anderem die deutschen Meisterschaften in den Olympischen Sportarten - gibt es vor allem ein großes Angebot an breitensportlichen Aktivitäten, Mitmach-Angeboten und Show-Wettbewerben. Jeder Besucher hat durch eine zehn Euro teure Tageskarte Zugang zu allen kostenfreien Veranstaltungen, eine Tagesfahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel sowie Zugang zur Turnfest-Messe.

Unter dem Motto "Wir schlagen Brücken" soll die in Vierjahres-Rhythmus stattfindende Veranstaltung wieder ein "Fest der Turnkultur" werden und zeigen, dass Sport Menschen verbindet und damit für ein besseres und friedlicheres Miteinander sorgen kann. Und das deutsche Turnfest kann eine lange Tradition vorweisen. Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1860 zurück. Bis heute erfreut es sich großer Beliebtheit, auch bei der jüngeren Generation. Vor allem das Gemeinschafts-Erlebnis schweißt zusammen:

Die gemeldeten saarländischen Teilnehmer sind in insgesamt zehn Schulen im Frankfurter Raum untergebracht. Das Übernachten mit Schlafsack und Luftmatratze in einer Turnhalle gehört schon fast traditionell mit dazu. Bei der Turnfest-Akademie gibt es die Möglichkeit zu Fortbildungen und vieles mehr.

In Frankfurt wird sich der STB auch präsentieren. In Halle eins der Messe ist der Verband während des Turnfestes mit einem Info-Stand vertreten. Und am Dienstag, 2. Juni, findet im Festzelt des VfL Goldstein auf der Bezirks-Sportanlage "Zur Waldau" von 18 bis 24 Uhr im Rahmen des "Abends der Landesturnverbände" ein Saarländischer Abend statt. STB-Präsident Kurt Bohr freut sich auf die Veranstaltung: "Deutsche Turnfeste sind einzigartig. Sie bieten nicht nur eine Reihe von Spitzensport-Veranstaltungen, sondern verbinden diese noch mit allen möglichen Arten von Breitensport-Angeboten. Das macht die ungebrochene Attraktivität aus."



Frankfurt/Saarbrücken. Durch die Erfolge der TG-Saar-Turner in der Bundesliga steht das Geräte-Turnen beim Turnfest in Frankfurt bei den Zuschauern von der Saar sicher besonders im Mittelpunkt des Interesses. Zumal zumindest bei den Herren die Medaillen-Aussichten nicht schlecht sind. So geht beispielsweise der deutsche Nationalmannschafts-Turner Eugen Spiridonov vom TV Bous als einer der Favoriten im Mehrkampf an den Start. Auch Waldemar Eichorn vom TV Dillingen und Philipp Matzke vom TuS Bliesransbach haben in der Liga gezeigt, dass auch sie für eine Teilnahme am Mehrkampf-Finale am 3. Juni gut sind.

Auch der Nachwuchs steht in Frankfurt Gewehr bei Fuß. Luca Ehrmantraut vom TV Limbach, Tobias Matzke vom TuS Bliesransbach, Dschamal Mergen vom TV Heiligenwald, Korbinian Jung sowie Janis Herrmann vom TV Walpershofen wollen einen Wörtchen mitreden. Als einzige saarländische Turnerin startet Pauline Schäfer vom TV Pflugscheid-Hixberg bei den deutschen Jugend-Meisterschaften im Geräte-Turnen.

Chancen auf eine Final-Teilnahme bei den deutschen Jugend-Meisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik haben Mira Bimperling vom TV Rehlingen, Lisa Sponheimer vom TV Fechingen. Maria Burova vom TV Brebach und Leonie Röhrig (TV Fechingen) bereiten sich derzeit an der Turn-Talentschule in Saarbrücken auf das Bundes-Finale für Talent-Sichtung vor. Cathrin Puhl (TV Rehlingen) und Laura Jung (TV St. Wendel) hoffen auf eine Final-Teilnahme mit der Gruppe.

Auch die deutschen Meisterschaften im Trampolin-Turnen stehen auf dem Programm. Aus dem Saarland sind sechs Trampolin-Turner dabei. Patricia Römer und Isabel Stock vom TV Liebenburg starten im Synchron-Wettkampf der Jugend-Turnerinnen. Patricia Römer hat sich zudem für den Einzel-Wettkampf in dieser Altersklasse qualifiziert. Christopher Ferner, Jannik und Noah Manderla - allesamt vom TV St. Ingbert - starten im Einzel-Wettkampf der Jugendturner/Schülergruppe. Fabian Schulz vom TuS Wiebelskirchen und Noah Manderla haben sich für den Synchron-Wettkampf der Schüler qualifiziert. kk