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| 23:21 Uhr

Triumph durch Technik

Rom. Die brillanten Ballkünstler des FC Barcelona haben im Duell der Giganten Titelverteidiger Manchester United entzaubert und mit einer famosen Fiesta in Rot und Blau Europas Fußball-Thron bestiegen. Ein frühes Tor von Samuel Eto'o (10. Minute) und ein Kopfballtreffer des kleinen Fußball-Riesen Lionel Messi (70

Rom. Die brillanten Ballkünstler des FC Barcelona haben im Duell der Giganten Titelverteidiger Manchester United entzaubert und mit einer famosen Fiesta in Rot und Blau Europas Fußball-Thron bestiegen. Ein frühes Tor von Samuel Eto'o (10. Minute) und ein Kopfballtreffer des kleinen Fußball-Riesen Lionel Messi (70.) bescherten den Katalanen im Champions-League-Finale gegen den englischen Rekordmeister einen hochverdienten 2:0 (1:0)-Erfolg und den dritten Gewinn der wichtigsten Trophäe im Club-Fußball nach 1992 und 2006. Vor 67 000 Zuschauer im ausverkauften Stadio Olimpico von Rom setzte sich für Manchester am Mittwochabend der Fluch der Titelverteidiger fort. Wie seine 15 Vorgänger konnte ManU den Vorjahreserfolg nicht wiederholen. Barcelonas atemberaubendes Starensemble, das auf dem Weg ins Endspiel den FC Bayern im Viertelfinale gedemütigt und den FC Chelsea im Halbfinale mit Glück niedergerungen hatte, schaffte mit dem Triumph in der Ewigen Stadt als erster spanischer Verein das Triple aus nationaler Meisterschaft, Pokalgewinn und Europapokal-Krone. Barca-Coach Josep Guardiola gelang zudem als erstem Trainer das Kunststück, gleich in seiner Premieren-Saison den begehrten Pokal zu gewinnen.Das Duell, bei dem wie erhofft sofort blendende Ballästhetik statt biederer Blutgrätsche Programm war, begann mit einem Freistoßkracher von Cristiano Ronaldo, der nach nur 87 Sekunden Barca-Schlussmann Victor Valdes vor erhebliche Probleme stellte. Noch zweimal versuchte sich der Portugiese mit gefährlichen Schüssen, dann beendete Eto'o die sich anbahnende Ronaldo-Show. Nach einem Pass von Andres Iniesta ließ er Nemanja Vidic stehen und überlistete auch United-Schlussmann Edwin van der Sar. Im Privatduell mit Cristiano Ronaldo um die Rolle des besten Fußballers der Welt wollte nun Barcas Messi (19.) nicht mehr zurückstehen und setzte mit einem Schuss wie ein Strich vom Strafraumrand ein Ausrufezeichen. Manchester United war beeindruckt, reagierte nur noch, statt wie vom FC Chelsea im Halbfinale demonstriert, aggressiv gegen Barcas gefürchtete Ballzirkulation dagegenzuhalten. Barca hatte zu viel Raum und - etwas überraschend - sogar körperliche Vorteile.Von einem schnellen Aufbäumen Manchesters war auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nichts zu sehen. Im Gegenteil: Barca machte richtig Druck. Thierry Henry (48.) tanzte die Abwehr aus, scheiterte aber zu lässig an van der Sar. Beim Freistoß des starken Xavi (53.) verhinderte der Pfosten einen zweiten Barca-Treffer. Ausgerechnet als Manchester dann doch noch mehr Druck entfachte, schlug die nur 1,70 Meter große Zaubermaus Messi mit dem 2:0 (70.) zu. dpa