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Erleichtert und voller Vorfreude

Saarbrücken. Erleichterung schwingt in Stephan Fröhlichs Stimme unüberhörbar mit. Erleichterung über das Ende der "Hängepartie in den vergangenen Tagen". Auch wenn seine Name seit einiger Zeit kursierte, Klarheit besteht erst seit Mittwochabend: Nach vier Stunden in Saarbrücken einigte sich der 39-Jährige auf eine Zusammenarbeit mit dem FCS. Fröhlich, der zuletzt die U23 des 1 Von SZ-Redakteur Kai Klankert

Saarbrücken. Erleichterung schwingt in Stephan Fröhlichs Stimme unüberhörbar mit. Erleichterung über das Ende der "Hängepartie in den vergangenen Tagen". Auch wenn seine Name seit einiger Zeit kursierte, Klarheit besteht erst seit Mittwochabend: Nach vier Stunden in Saarbrücken einigte sich der 39-Jährige auf eine Zusammenarbeit mit dem FCS. Fröhlich, der zuletzt die U23 des 1. FFC Frankfurt in der 2. Bundesliga Süd auf Rang fünf führte, wird ab der kommenden Saison und zunächst für zwei Jahre als Vollzeit-Trainer die in die Bundesliga aufgestiegene Frauen-Mannschaft der Saarbrücker betreuen."Eine knifflige Aufgabe", sagt er, sei die Mission Klassenverbleib. Gerade weil er nach dem Weggang von fünf Nationalspielerinnen (die SZ berichtete) einen Neuaufbau einleiten müsse. Deprimiert ist er deswegen keineswegs. "Die Mannschaft hat individuelle Klasse verloren, das ist absolut klar", sagt er: "Das heißt aber auch, dass andere, die im Schatten standen, jetzt die große Chance haben, Verantwortung zu übernehmen." Dass der verbliebene Kader nicht ausreicht, um eine Bundesliga-Saison zu überstehen, weiß Fröhlich aus seiner Zeit in Frankfurt. Er spricht daher von bis zu vier weiteren Neuzugängen neben Agata Tarczynska bis Mitte, Ende Juni: "Ein bis zwei Führungsspielerinnen, ein bis zwei Spielerinnen, die die Breite in der Jugend verstärken."Die Wünsche sind also klar formuliert. Stephan Fröhlich scheint aber nicht nur nehmen zu wollen, er ist auch bereit, zu geben. Von seinen Begegnungen mit dem FCS schwärmt er regelrecht - ob im DFB-Pokalfinale vor einem Jahr in Berlin, als er Co-Trainer bei der Ersten des FFC Frankfurt war, oder bei den Duellen in der vergangenen Saison in der 2. Liga. "Ich habe für diese Mannschaft eine große Sympathie entwickelt", sagt Fröhlich. Und das gelte auch für das Umfeld und die Möglichkeiten, mit dem FCS im Frauen-Fußball etwas zu bewegen.Selbst die Tatsache, dass sein Vorgänger ihn in gewisser Weise überwachen wird, sieht Stephan Fröhlich nur positiv. Winfried Klein sei nicht nur ein sehr guter Kollege, den er schätze, sondern in der "elementaren Aufgabe" als Sportdirektor - übergreifend für die erste und zweite Mannschaft sowie die Jugend - "sehr wichtig für den Verein". "Ich freue mich einfach, gute Leute an meiner Seite zu haben", sagt Fröhlich. Und meint damit auch Sebastian Rytzmann, der bisher mit Klein das Training leitete. Diese gänzlich optimistische Herangehensweise bleibt haften - neben der Erleichterung über das Ende der Hängepartie.