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Basketball
Ilmbergers Einsatz hat böse Folgen

Nadjeschda Ilmberger ist nach ihrem Kreuzbandriss wieder fit.
Nadjeschda Ilmberger ist nach ihrem Kreuzbandriss wieder fit. FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. Saarlouis Royals plötzlich Bundesliga-Schlusslicht. Am Sonntag ist Pokal angesagt. Von Tobias Fuchs
Tobias Fuchs

(fu) Wie gewonnen, so zerronnen: Für die Basketballerinnen der Saarlouis Royals bewahrheitet sich vor dem Pokal-Achtelfinale gegen die RS Keltern an diesem Sonntag (18 Uhr, Stadtgartenhalle) eine alte Redensart. Fünf Punkte haben die Royals in der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) innerhalb weniger Tage verloren. Alle jenseits des Spielfeldes. Drei am grünen Tisch. Nun steht Saarlouis urplötzlich am Tabellenende. Dabei hatte es am vergangenen Sonntag nach dem 77:72 gegen die BG 74 Göttingen noch so ausgesehen, als ob sich die Royals im Mittelfeld der Liga festsetzen würden.


Wie konnte das geschehen? Am Mittwoch hat die DBBL eine Ordnungsstrafe gegen die Royals verhängt. Und die hat es in sich: Der jüngste Heimsieg wird zur Niederlage, am grünen Tisch gewinnt Göttingen mit 20:0. Macht zwei Minuspunkte. Hinzu kommt ein Strafzähler. Der Grund: Für die deutsche Nationalspielerin Nadjeschda Ilmberger habe keine Einsatzberechtigung vorgelegen, erklärt die DBBL.

Ausgerechnet Ilmberger: Die Centerspielerin hatte gegen Göttingen nach langer Verletzung ihr Comeback gefeiert. Nun die Hiobsbotschaft, dass sie nach Auffassung der DBBL gar nicht hätte mitspielen dürfen. Aber wieso? Offenbar reagiert die Liga auf fehlende Dokumente. Nach Auskunft der Royals geht es um eine Anti-Dopingerklärung und einen Nachweis der Krankenkasse. Mittlerweile ist Ilmberger spielberechtigt, während ihr Club einen Widerspruch prüft. Bereits vor dieser Strafe hatten die Royals zwei Punkte eingebüßt. Durch den Liga-Rückzug von Bad Aibling fiel ihr Sieg gegen die Oberbayern aus der Wertung.