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Basketball-Bundesliga
Royals verkaufen sich wie Amateure

Die Saarlouis Royals und Trainer Hermann Paar trennen sich. Am Ende dieser Beziehung steht eine kurze Pressemitteilung. Fünf Sätze. Kein Dank. Keine weitere Erklärung. Niemand will sich äußern. Das ist dieser Personalie nicht angemessen. Unprofessionell. Schließlich geht es um den Cheftrainer eines Clubs, der sich im Frauen-Basketball zu den Top-Adressen zählt. Von Tobias Fuchs
Tobias Fuchs

Die Royals wollen ihren Sport als Premiumprodukt verkaufen. Seit Monaten tun sie das wie Amateure. Wird es kritisch, duckt der Vorstand sich weg. Das war schon im Herbst so. Da griff der Trainer die Führung an. Statt Paar ging der Vorsitzende Marc Tepest.


Der 63-Jährige war mehr als ein Übungsleiter. Paar verkörperte Vergangenheit und Zukunft der Royals. Er hatte sie einst großgemacht. In den kommenden Jahren wollte der Völklinger eigenen Nachwuchs an die 1. Liga heranführen. Jetzt endet sein zweites Engagement jäh. Mit ihm verliert Saarlouis einen Richtungsgeber. Wer will diesen Club führen – und wohin? Beides erscheint ungewiss.