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| 21:03 Uhr

Münchner schlagen den BVB
Der Rivale ist nicht auf Augenhöhe

Da geht’s ins Viertelfinale: Jérôme Boateng (rechts) läutete den 2:1-Pokalsieg seiner Bayern gegen Borussia Dortmund früh ein.
Da geht’s ins Viertelfinale: Jérôme Boateng (rechts) läutete den 2:1-Pokalsieg seiner Bayern gegen Borussia Dortmund früh ein. FOTO: Tobias Hase / dpa
München. Bayern dominiert Dortmund im DFB-Pokal lange. Coman verlängert bis 2023.

Der FC Bayern München bastelt weiter an seiner Mannschaft der Zukunft. Der deutsche Fußball-Rekordmeister hat den Vertrag von Kingsley Coman um drei weitere Jahre bis 2023 verlängert. Das bestätigte der Verein gestern. Der 21 Jahre alte französische Nationalspieler war nach zwei Jahren Leihe von Juventus Turin im vergangenen Sommer für weitere 21 Millionen Euro fest verpflichtet worden. Unter Trainer Jupp Heynckes erlebte Coman einen Aufschwung und rückte auf der linken Offensivseite zuletzt immer mehr in die Rolle des Erben von Franck Ribéry (34), dessen Vertrag wie der von Arjen Robben im Sommer ausläuft. Passend zu dieser Art Generationenwechsel wurde Coman am Mittwochabend beim 2:1-Heimsieg im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund für seinen Landsmann Ribéry eingewechselt.

Nach dem zittrigen Ende des souverän begonnenen Spiels ließ der FC Bayern Christbäume auf den Rasen tragen, ein Chor sang Lieder passend zum nahenden Weihnachtsfest. Thomas Müller, Kapitän und Schütze des zweiten Treffers (40.), mochte sich trotz großer Sehnsucht nach freien Tagen aber nicht nur mit warmen Worten verabschieden. Über dieses Spiel, sagte er etwas grimmig, „wird noch zu reden sein“. Wenn im neuen Jahr auch wieder Champions League gespielt wird, können sich die Münchner einen Schlendrian, wie er in der letzten halben Stunde bei ihnen einzog, gewiss nicht mehr erlauben.

Heynckes aber wollte nicht mehr allzu streng sein mit seiner Mannschaft, die durch den guten Jérôme Boateng in Führung gegangen war (12.), Dortmund danach zu erdrücken schien, nach dem Treffer durch Andrej Jarmolenko (77.) aber wenig souverän aussah. Er beklagte deshalb allein den fahrlässigen Umgang mit vielen sehr guten Torchancen.

Die Münchner Aussichten sind glänzend, zumindest national. Und der BVB wird den Bayern einstweilen wohl nicht im Wege stehen. Der Rivale ist nicht auf Augenhöhe, weil zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die erste Halbzeit war ein Offenbarungseid, „ernüchternd“ nannte sie Oliver Bierhoff, Manager der Nationalmannschaft. Die Mängelliste von Borussen-Trainer Peter Stöger fiel entsprechend umfangreich aus: „Wenig Leidenschaft, wenig Zweikampfverhalten, schlechte Passquote, wenig Mut.“ Die Niederlage sei verdient, sagte er. Den Aufschwung in der zweiten Hälfte und die Gelegenheit, die Verlängerung zu erzwingen, wollte Stöger nicht höher bewerten als nötig. Heynckes ist aber überzeugt davon, dass Stöger die Wende in Richtung eines Champions-League-Platzes gelingen wird. Und die Bayern verschnaufen jetzt bis zum Flug ins nur fünf Tage dauernde Trainingslager in Katar am 2. Januar.