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HG Saarlouis beschenkt sich selbst

HG Saarlouis beschenkt sich selbst

Saarlouis. Es war der perfekte Abschluss eines erfolgreichen Heimspiel-Jahres 2011. Nachdem die HG Saarlouis schon vor dem Anpfiff gestern Abend vorweihnachtliche Päckchen an die Fans verteilte, beschenkte sie ihre Anhänger in der Stadtgartenhalle auch nach dem Zweitliga-Spiel gegen den ASV Hamm-Westfalen - mit einem 30:27 (14:8)-Sieg

Saarlouis. Es war der perfekte Abschluss eines erfolgreichen Heimspiel-Jahres 2011. Nachdem die HG Saarlouis schon vor dem Anpfiff gestern Abend vorweihnachtliche Päckchen an die Fans verteilte, beschenkte sie ihre Anhänger in der Stadtgartenhalle auch nach dem Zweitliga-Spiel gegen den ASV Hamm-Westfalen - mit einem 30:27 (14:8)-Sieg. "Wir haben uns gegen eine der besten Mannschaften der Liga ein vorweihnachtliches Geschenk gemacht", erklärte HG-Trainer Andre Gulbicki.Wie vom letzten Heimspiel des Jahres erwartet, war die Stimmung in der ausverkauften Halle hervorragend. Es war, als zollten die Fans der Leistung ihrer Mannschaft im bisherigen Jahr Tribut. Denn mit Rang acht in der Liga steht die HG unerwartet gut da. Dementsprechend engagiert gingen die Saarlouiser Spieler in die Partie. Für den am Knie verletzten Rückraumspieler Jonathan Julvécourt begann Merten Krings. Die HG Saarlouis führte nach gut elf Minuten schon mit 7:2. Vor allem die aufmerksame Abwehr und der gut aufgelegte Torwart Jan Peveling waren dafür verantwortlich. Der deutliche Rückstand veranlasste die Gäste zur ersten Auszeit und einem Wechsel im Tor. Für Tomas Mrkva kam Torsten Friedrich. Dadurch besserte sich zwar die Abwehrleistung, doch im Angriff war der ASV weiterhin nicht konsequent genug. So ging Saarlouis, begünstigt durch zahlreiche Tempogegenstöße nach Ballverlusten des ASV, mit 14:8 in die Pause.

In Halbzeit zwei begann der von einer Knie-Operation wiedergenesene Philipp Leist auf Rechtsaußen. Er trug sich sofort in die Torschützenliste ein. Trotzdem hatte die HG von nun an Mühe, den Abstand auf die stärker werdenden Gäste zu halten. Und wie schon einmal in Hälfte eins mussten die mehr als 1500 Zuschauer den Atem anhalten, als Daniel Fontaine nach einem ASV-Angriff am Boden liegen blieb. Doch "Fonni" kam unter tosendem Applaus wieder auf die Beine.

Trotzdem glich Hamm in Minute 44 aus - 20:20. Das Spiel drohte zu kippen. Doch eine sehenswerte Einzelaktion von Fontaine, bei der er drei Gegenspieler stehen ließ, und ein von Andre Lohrbach im Fallen vollendeter Gegenstoß ließen die HG-Anhänger jubelnd aus den Sitzen springen. Nun bebte die Halle bei jeder Gelegenheit. Auch, weil es bis zum Ende spannend blieb.

Pomeranz in Schach gehalten

Schließlich gelang Fontaine aus unmöglicher Wurfposition in Schräglage der vorentscheidende Treffer zum 29:27. Was danach kam, waren HGS-Chöre der Fans. "Es war spannend und die Mannschaft hat nach sehr starker erste Halbzeit tolle Moral bewiesen", freute sich Gulbicki. Und auch der siebenmalige Torschütze Andre Lohrbach war zufrieden: "Wir hatten es uns zum Ziel gesetzt, vor allem Hamms besten Schützen Chen Pomeranz in Schach zu halten. Das ist uns auch gut gelungen." Der Mann für die wichtigen Tore auf der anderen Seite war Fontaine. "So einen braucht man eben", sagt Lohrbach. Trotzdem war für den Rechtsaußen der Saarlouiser vor allem die Mannschaft der Schüssel zum Sieg: "Wir machen von überall Tore und sind deshalb weniger gut auszurechnen."

Das letzte Spiel des Jahres für die HG Saarlouis findet am kommenden Sonntag um 17 Uhr beim TV Neuhausen statt.