| 21:12 Uhr

2. Handball-Bundesliga
HG Saarlouis ist auswärts nicht Zweitliga-tauglich

HG-Trainer 
Philipp Kessler ist enttäuscht.
HG-Trainer Philipp Kessler ist enttäuscht. FOTO: Ruppenthal
Hamm. Handballer verlieren auch beim ASV Hamm-Westfalen. Sebastian Zenner

In der 50. Minute des Zweitliga-Handballspiels der HG Saarlouis beim ASV Hamm-Westfalen fiel die Entscheidung. Die Gäste aus dem Saarland waren in dieser Phase drauf und dran, den Anschlusstreffer zu erzielen. Allein er wollte nicht fallen. Statt den Rückstand auf 25:26 zu verkürzen, erhöhte Hamm auf 27:24 und legte damit den Grundstein für den 32:28 (14:17)-Heimsieg. Die HG Saarlouis bleibt damit auch weiterhin ohne einen einzigen Auswärtspunkt in dieser Saison – und selbstredend auf einem Abstiegsplatz.


„Wir waren einfach nicht clever genug“, ärgerte sich Trainer Philipp Kessler über die verpasste Chance: „Wir sind nicht gut in das Spiel gestartet, was mich nach der guten Trainingswoche etwas verwundert hat.“ Schnell lag die HG vor 1700 Zuschauern mit 0:3 in Rückstand, nach elf Minuten stand es 2:7 und nach neun weiteren bereits 7:14 aus Saarlouiser Sicht. „Dann haben wir umgestellt und Moral bewiesen und uns wieder rangekämpft“, lobte Kessler. Bis zur Pause verkürzten die Gäste auch dank des eingewechselten Arthur Muller auf 14:17. Der Rückraumspieler knickte später um und musste mit Verdacht auf eine Bänderverletzung vom Feld.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich Hamm erneut leicht ab, doch Saarlouis blieb auf Schlagdistanz. Der starke Christoph Neuhold (neun Treffer) und Linksaußen Vyron Papadopoulos (13) waren von der phasenweise guten HG-Abwehr jedoch nicht zu halten und erzielten zusammen weit mehr als die Hälfte der 32 ASV-Tore.



„Es gab Momente, in denen wir das Spiel hätten drehen können“, meinte Kessler: „Aber dann muss auch alles passen. Wenn man in diesen Phasen undiszipliniert agiert, Angriffe in Überzahl zu schnell abschließt und auch technische Fehler macht, dann rächt sich das.“ Die Einstellung seiner Schützlinge habe ihm weitestgehend gefallen – die Torhüter-Leistung mal wieder nicht.