| 21:15 Uhr

Frauenbasketball-Bundesliga
Ein „Alles-oder-Nichts“-Spiel in der Stadtgartenhalle

Saarlouis. Die Saarlouis Royals brauchen einen Heimsieg gegen Chemnitz, um ihre Playoff-Chance in der Basketball-Bundesliga zu wahren.

Wenn an diesem Sonntag um 15 Uhr die ChemCats aus Chemnitz in der Saarlouiser Stadtgartenhalle zu Gast sind, fällt für den Frauenbasketball-Bundesligisten Saarlouis Royals höchstwahrscheinlich die Entscheidung über das Erreichen des Mindestziels in dieser Saison oder den kompletten Misserfolg. Der Grat, auf dem sich die Mannschaft von Neu-Trainer Marc Hahnemann bewegt, ist schmal. Sollten die neuntplatzierten Saarlouiserinnen gegen den direkten Tabellennachbarn gewinnen, würden sie auf Rang acht vorrücken – der letzte Tabellenplatz, der eine Teilnahme an den Playoffs erlaubt. Bei einer Niederlage hätten dagegen die Chemnitzerinnen auf Rang acht alle Chancen, die Saison in Ruhe zu Ende zu spielen.


Die Partie am Sonntag ist also eines der bekannten „Alles-oder-Nichts“-Spiele. Und die Ausgangslage liest sich wenig beruhigend für die Royals. Zwar sind die Chemnitzerinnen punktgleich mit Saarlouis – das Hinspiel ging allerdings 56:69 verloren, die Royals müssten also mit mehr als 13 Punkten gewinnen, um den direkten Vergleich noch für sich zu entscheiden. Dazu kommt, dass das Restprogramm der beiden Mannschaften bis auf eine Ausnahme identisch ist – während Saarlouis noch gegen die drei best- und die drei schlechtplatziertesten Mannschaften der Liga ranmuss, hat Chemnitz das Spiel gegen den Zweitplatzierten Keltern aber schon hinter sich. Damit haben die Schützlinge von Trainerin Amanda Davidson also auch in diesem Vergleich die Nase vorne.

Für die Saarlouiserinnen muss also ein Sieg her – gelingt dieser nicht, müsste sich Chemnitz fast schon zwei Ausrutscher leisten, damit die Royals doch noch in die Playoffs einziehen. Am Sonntag helfen wird aller Voraussicht nach auch Spielführerin Levke Brodersen, die sich beim 68:76 beim BC Marburg vor einer Woche eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte. Die Chance auf einen Einsatz steht laut Pressesprecher Tom Störmer „bei 70 Prozent“ – die endgültige Entscheidung fällt am Samstag.