| 21:15 Uhr

Volle Ränge bei Turnier.
Ein Turnier für den reiferen Fan

Michael Haubrich, Mitglied im Aufsichtsrat des 1. FC Saarbrücken.
Michael Haubrich, Mitglied im Aufsichtsrat des 1. FC Saarbrücken. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. Prominente AH-Fußballer beim „Legends Cup“ in der Saarbrücker Saarlandhalle.

Die alten Herren kehren zurück in die Saarbrücker Saarlandhalle: An diesem Samstag um 13.30 Uhr beginnt der „Legends Cup“, ein Hallenturnier mit Promi-Faktor. Borussia Dortmund, Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt und der 1. FC Kaiserslautern – sie alle schicken Altstars ins Saarland. Kicker wie Frank Mill, Norbert Nachtweih, Karlheinz Pflipsen oder David Odonkor – der reifere Fußballfan kennt sie alle. Auch der 1. FC Saarbrücken tritt an, unter anderem mit Taifour Diane, Nico Weißmann und Fast-Nationalspieler Jörg Reeb.


Der „Legends Cup“ soll eine „Neuauflage“ des legendären AH-Turniers sein, das der FCS bis 2007 ausrichtete. Das jedenfalls sagt der Veranstalter, eine Eventfirma aus Saarbrücken. Ihr Geschäftsführer: Michael Haubrich, der sich 2016 in den Aufsichtsrat der Blau-Schwarzen wählen ließ. Davor war der Marketingprofi ein Kopf der Oppositionsgruppe „UnserFC“.

Für Haubrich ist das Turnier ein Wagnis. Es kostet ihn eine sechsstellige Summe. Um das Risiko zu minimieren, gründete der diplomierte Fußball-Manager im September eine kleine Firma, gemeinsam mit seiner Frau. Der FCS und dessen Fans – beide gehören zum Geschäftsmodell. Der Club sei ein wichtiger Baustein, erklärt Haubrich. Unmittelbar profitieren werden die „Molschder“ vom „Legends Cup“ jedoch nicht. Und das, obwohl Haubrich als Aufsichtsrat angetreten war, die Vermarktung des Vereins zu verbessern. Da erscheint Kritik aus der Fanszene programmiert. Warum organisiert er einen solchen Event nicht für den eigenen Club?



„Das Turnier muss erst mal wieder geboren werden“, meint Haubrich, der über die „vielen Baustellen“ des FCS spricht, auch von fehlenden Strukturen. „Da wäre es jetzt nicht möglich gewesen, gemeinsam mit dem Verein dieses Turnier auf die Beine zu stellen“, sagt der er. Zugleich erwähnt der 43-Jährige einen engen Kontakt zu Dieter Ferner. Zur Erklärung: FCS-Vize Ferner führt nebenbei die AH-Abteilung – also den früheren Veranstalter. Haubrich erklärt: „Die alten Recken haben mir alle gute Tipps gegeben, aber gesagt: Sie können das nicht mehr machen.“ Mit dem Ergebnis seiner Arbeit ist er zufrieden. Die Halle (3257 Plätze) dürfte ausverkauft sein. Zwar hätte Haubrich gerne auch frühere Publikumslieblinge wie Branko Zibert oder Karsten Hutwelker im FCS-Trikot präsentiert. Trotzdem sagt er: „Wir haben das bestbesetzte Turnier in Deutschland.“