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Dominanter Auftritt im Topspiel

Saarbrücken. Die Gastgeber tanzten vor Freude, die Gäste lagen enttäuscht am Boden. Die Szenen, die sich nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg der U19 des 1. FC Saarbrücken gegen die TuS Koblenz abspielten, gaben ein getreues Abbild des vorangegangenen Topspiels der A-Jugend-Regionalliga Südwest Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Saarbrücken. Die Gastgeber tanzten vor Freude, die Gäste lagen enttäuscht am Boden. Die Szenen, die sich nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg der U19 des 1. FC Saarbrücken gegen die TuS Koblenz abspielten, gaben ein getreues Abbild des vorangegangenen Topspiels der A-Jugend-Regionalliga Südwest.Die Rheinländer waren als Tabellenführer mit einem Punkt Vorsprung und einem ansehnlichen Fanblock ins Ludwigsparkstadion gekommen. Nach acht Minuten hatten die Gäste ihre erste - und einzige - Möglichkeit im ersten Durchgang. Nach einem Freistoß von Marcel Löhr kam Pascal Tillmanns im Strafraum frei zum Kopfball, konnte den Ball aber nicht richtig platzieren. Danach spielte praktisch nur noch der FCS. "Wir haben als Mannschaft funktioniert", freute sich FCS-Trainer Bernd Rohrbacher über eine geschlossen starke Teamleistung: "Wenn es schnell nach vorne ging, waren wir immer gefährlich."


Wie in der 21. Minute: Da schickte Frederic Ehrmann Abdul Kizmaz auf die Reise. Der kleine Türke war über links schneller als drei Koblenzer und hatte dann die Übersicht, gefühlvoll quer zu legen. Johannes Wurtz brauchte den Fuß nur hinzuhalten - das 1:0. "Den Abdul kann man wegen seiner enormen Schnelligkeit immer in die Schnittstellen der Abwehr schicken", lobte der Torschütze den Vorbereiter, der seit einigen Monaten zum Drittliga-Kader von Trainer Jürgen Luginger gehört. Aber auch Wurtz durfte zuletzt einige Male am Training der Ersten teilnehmen.

Der FCS war deutlich ball- und kombinationssicherer als die Gäste. Die waren zwar mit der Empfehlung von nur acht Gegentreffern angereist, gegen die schnellen Angriffe des FCS war die Koblenzer Hintermannschaft aber oft überfordert. Wie beim 2:0. Da spielte der starke Linksverteidiger Fabian Scheffer steil auf Wurtz. Der scheiterte zwar an TuS-Torwart Kadir Yalcin, den Abpraller schob Kizmaz dann aber über die Linie. "Das war mit die beste Leistung, die ich in dieser Saison von der Mannschaft gesehen habe", freute sich FCS-Jugendgeschäftsführer Peter Jene.



Nach dem Wechsel wurde der FCS noch dominierender. Ehrmann (46. Minute), Jaron Schäfer (47.), Jan Issa (57.), Wurtz (59.), Florian Ballas (60.) und Kizmaz (57., 63.) versäumten es zum Teil fahrlässig, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. 13 Minuten vor dem Ende wurde FCS-Torwart Tim Christiansen erstmals richtig gefordert. Bei einem Schuss von Elvis Awa-Anyam klärte er reaktionsschnell mit dem Fuß (77.). "Wenn wir weiter so konzentriert spielen, werden wir auch Meister", war sich Johannes Wurtz trotz noch ausstehender sieben Spiele sicher, "dann kommt die Relegation gegen den Hessenmeister. Aber es ist unser Traum, endlich in die Bundesliga aufzusteigen." Das war dem FCS in den letzten Jahren nicht gelungen. "Wenn wir weiter so konzentriert spielen, werden wir auch Meister."

Johannes Wurtz, A-Junioren-Spieler

des 1. FC Saarbrücken