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Frauenfußball
Das große Pokalspiel soll noch nicht im Kopf sein

Saarbrücken. FCS-Frauen vor Pflichtaufgabe beim 1. FC Köln II. Von David Benedyczuk

Zwei Niederlagen zum Jahresstart, zwei Spiel­ausfälle und der Sturz auf Rang fünf der 2. Frauen-Bundesliga Süd. Dazu die verletzungsbedingte Vertragsauflösung mit Tesa McKibben und das Saison-Aus für die eigentlich gesetzte Offensivspielerin Chiara Klein (sieben Tore) wegen eines Kreuzbandrisses: Die Zweitliga-Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken nehmen wenig Positives mit in ihr straffes Pensum von fünf Spielen in 14 Tagen.


Den Anfang macht die Partie an diesem Sonntag um 14 Uhr beim Vorletzten 1. FC Köln II, den der FCS im Hinspiel 9:1 demontiert hatte. Eine Pflichtaufgabe eigentlich. Nach dem 1:4 gegen Freiburg II und dem 0:1 bei Hessen Wetzlar würde FCS-Team-Manager Winfried Klein diesmal schon ein knapper Sieg reichen. Er verweist zwar auf „tolle 22 Punkte nach der Vorrunde“ und das aktuell nicht gefährdete Hauptziel eingleisige 2. Liga. Doch der mögliche Bundesliga-Aufstieg ist schon viel schwieriger geworden – und angesichts des großen Namens, der 52 Stunden nach Köln auf das Team von Trainer Taifour Diane wartet, wäre ein Erfolgserlebnis hilfreich.

Am Dienstag um 18 Uhr erwartet der FCS in Quierschied im DFB-Pokal-Viertelfinale den FC Bayern München. Der Höhepunkt gegen den deutschen Meister von 2015 und 2016 werde frühestens am Sonntag thematisiert, sagt Klein: „Wir beschäftigen uns nur mit dem Köln-Spiel.“ Kapitän Lena Ripperger ist wieder fit, gleiches gilt für Sarah Franz (nach Gehirnerschütterung) und Emma Dörr (Schädelprellung). Fehlen dürfte Lara Martin (umgeknickt). Ein DFB-Pokalspiel gegen die Bayern gab es vor sechseinhalb Jahren bereits: 2011 unterlag der FCS dem späteren Cupsieger in Runde zwei mit 0:1. Damals schon dabei: Torfrau Christina Ehl und Jacqueline De Backer.