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Paralympics in Südkorea
Erhebende Momente in der bunten Lichtershow

Andrea Eskau führt als Fahnenträgerin die deutsche paralympische Mannschaft während der Eröffnungsfeier in das Stadion.
Andrea Eskau führt als Fahnenträgerin die deutsche paralympische Mannschaft während der Eröffnungsfeier in das Stadion. FOTO: dpa / Jan Woitas
Pyeongchang. Eröffnungsfeier der Paralympics im südkoreanischen Pyeongchang bewegt Athleten und Zuschauer.

Mit einer bunten Lichtershow, viel Applaus für Nordkorea und prächtigem Feuerwerk haben die Winter-Paralympics in Pyeongchang stimmungsvoll begonnen. Am Freitag um 21.17 Uhr Ortszeit (13.17 Uhr MEZ) eröffnete Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In die zweiten Paralympics in Südkorea nach den Sommerspielen 1988 in Seoul. Die südkoreanische Rollstuhl-Curlerin Seo Soonseok entzündete mit Olympia-Curlerin Kim Eun Jung die Paralympische Flamme im Olympiastadion. Ihr Landsmann Choi Bogue und der Nordkoreaner Ma Yu Choi hatten zum Abschluss des Fackellaufes mit rund 800 Teilnehmern das Feuer ins Stadion getragen.


Die querschnittsgelähmte Biathletin und Langläuferin Andrea Eskau führte das deutsche Team als Fahnenträgerin der sechsten einlaufenden Nation in die nicht ganz volle, aber gut besuchte Arena. Die 46-Jährige reckte jubelnd beide Arme in die Luft und winkte ins Publikum. „Das war total erhebend. Insbesondere der Moment, wenn die Nation aufgerufen wird“, sagte die sechsmalige Paralympics-Siegerin. „Es ist schon toll, wenn man alleine vorne steht vor allen.“

Die Annäherung zwischen Nordkorea und Gastgeber Südkorea dürfte ein Dauerthema der Spiele sein. Anders als bei der Olympia-Eröffnung 28 Tage zuvor liefen die beiden Länder getrennt ins Stadion ein. Die Nordkoreaner wurden wie die Delegation der Gastgeber mit sehr lautem Beifall von den Zuschauern begrüßt. „Der paralympische Sport verändert nicht nur Leben, er verändert die Welt“, sagte der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, Andrew Parsons, in seiner Eröffnungsrede. Die Reden und auch die zu Beginn gespielte südkoreanische Nationalhymne wurden auf den Leinwänden in Gebärdensprache übersetzt.

Bis zum 18. März werden Goldmedaillen in 80 Entscheidungen verteilt. Die ersten Wettkämpfe beginnen am Samstag (1.30 Uhr MEZ) im Para Ski alpin. Bereits am ersten Tag sind bis auf Anna-Maria Rieder alle deutschen Athleten gefordert.