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Wie es Tagesschau-Sprecher Jan Hofer in der Corona-Krise geht

Corona-Krise : Jan Hofer freut sich aufs Eis essen

Mister „Tagesschau“ hält sich selbst gewählter Quarantäne, außer wenn er zum Sender muss. Oder dem Sohn Radfahren beibringt.

Unsere SZ-Serie liefert private Momentaufnahmen während der Corona-Krise. Heute stellt SZ-Mitarbeiter Marko Völke dem Chefsprecher der „Tagesschau“, Jan Hofer, Fragen zu seinem veränderten Alltag in dieser besonderen Zeit. Hofer blickt auf eine lange Karriere als Hörfunk- und Fernsehmoderator zurück. Viele Jahre war er beim SR tätig, bevor er 1985 zur „Tagesschau“ ging; seit 2004 ist er Chefsprecher der deutschen Hauptnachrichtensendung. Er lebt in Hamburg.

Wie fühlt er sich?

Der Nachrichten-Profi hat die Pandemie von Anfang an nicht auf die leichte Schulter genommen. Die „dramatischen Auswirkungen“ überraschten aber selbst ihn, der in 35 Jahren „Tagesschau“ auf dem Bildschirm immer die Fassung wahren musste. Egal, ob es Krieg oder Katastrophen mitzuteilen galt. Weil die Menschen gerade in diesen Zeiten seriöse Informationen brauchen, ist er natürlich im Sender in Hamburg zur Stelle. Auf dem Weg dorthin sind Mundschutz und Handschuhe aber immer dabei. Sonst bleibt er vorsichtshalber daheim. Von wo er übrigens gerade seine Homeoffice-„Tagesschau“ ins Netz gestellt hat. Eine Ausnahme gibt es aber von der Quarantäne. Den jetzt verwaisten Pausenhof einer benachbarten Schule nutzt Jan Hofer, um seinem kleinen Sohn das Fahrradfahren beizubringen.

Was macht er, wenn die Kontaktsperre fällt?

Erstmal Eis essen gehen mit Sohn und Frau, ganz wichtig. Sich sozusagen das kleine Alltagsglück zurückholen. Und dann müsse er auch noch ein paar geschäftliche Dinge nachholen, die aktuell auf Eis liegen. Und deswegen „unnötig“ Geld kosten.