Tholeys Ratsarbeit sollte Schule machen

Tholeys Ratsarbeit sollte Schule machen

Die CDU im Tholeyer Gemeinderat hat 20 von 33 Sitzen und damit eine satte Mehrheit. Mit der sie die Einführung des Entgeltes für die Hallennutzung durch die Vereine in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch hätte alleine durchsetzen können (siehe den Bericht auf dieser Seite). Musste sie aber nicht

Die CDU im Tholeyer Gemeinderat hat 20 von 33 Sitzen und damit eine satte Mehrheit. Mit der sie die Einführung des Entgeltes für die Hallennutzung durch die Vereine in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch hätte alleine durchsetzen können (siehe den Bericht auf dieser Seite). Musste sie aber nicht.Diese schwierige und bestimmt nicht populäre Entscheidung hat die Opposition aus SPD (acht Sitze), Grünen- und FDP-Ratsmitglied einmütig mitgetragen. Und damit Verantwortung für die Gemeinde in diesen schwierigen Zeiten übernommen, in denen das Geld der Kommunen immer weniger wird. Wie viel leichter wäre es gewesen, dies als Opposition einfach abzulehnen und Stimmung gegen die CDU und den Bürgermeister zu machen. Wohlwissend, dass es zu diesem Beschluss keine Alternative gibt und die Ratsmehrheit ihn fassen muss. Aber gerade dies hat die Tholeyer Opposition nicht getan. Und damit Stärke bewiesen.

"Ich halte dies nicht für selbstverständlich", lobte da der Tholeyer Bürgermeister nach dem Votum seinen Rat. Mit Recht. Sachpolitik statt Populismus, das sollte Schule machen.

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