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Fahrradgipfel
Neue Wege aus der Rad-Losigkeit

 Schülerxperten der Gemeinschaftsschule Marpingen nehmen am ersten Fahrradgipfel anlässlich der Touristikmesse teil.
Schülerxperten der Gemeinschaftsschule Marpingen nehmen am ersten Fahrradgipfel anlässlich der Touristikmesse teil. FOTO: Markus Mörsdorf
Marpingen. Die Schüler der Gemeinschaftsschule Marpingen nehmen beim ersten saarländischen Fahrradgipfel teil. Von red

Was tun gegen die Rad-Losigkeit im Saarland und im speziellen an der Gemeinschaftsschule Marpingen? Diese Frage stellt die Schulleitung in einem Bericht über die Teilnahme von Schülern am ersten saarländischen Fahrradgipfel.


Seit einigen Jahren bietet die Schule im Alsbachtal die Talentfächer „Mountainbiken“ und „Fahrradwerkstatt“ für Schüler ab zwölf Jahren an. In einem Seminarfach der Stufe zwölf bereiten sich die Schüler darauf vor die Alpen mit dem Drahtesel zu überqueren – und tun dies dann auch. „Nun kommen neben dem sportlichen Aspekt zunehmend auch gesellschaftspolitische Fragestellungen in den Fokus“, heißt es in der Mitteilung der Schule weiter. Angesichts der Gesundheitsdebatte, der Klimawandeldiskussion und der gähnenden Leere am Fahrradstand der Schule suchen Marpinger Schüler nach Wegen, ihre Mitschüler zum Fahrradfahren zu animieren. Nicht zuletzt spiele auch die alltägliche Verkehrssituation im Marpinger Schulzentrum eine Rolle. Sehr viele, zu viele Privatautos von Eltern, Lehrern und älteren Schülern würden dort allen anderen Verkehrsteilnehmern das Leben schwer machen.

Die gemeinsame Teilnahme am ersten saarländischen Fahrradgipfel anlässlich der Saar-Touristikmesse war ein erster Schritt, sich auch an der politischen Debatte zu beteiligen und neue Ansätze kennenzulernen. Es gelte, die Infrastruktur zu verbessern, indem zum einen Fahrradwege aus- und neugebaut, zum anderen aber auch überdachte Abstellplätze geschaffen werden.



Die jungen Gipfelteilnehmer aus Marpingen waren sich einig: „Da muss gerade bei ihnen noch viel getan werden.“ Der provisorische in Eigenleistung erstellte Fahrradparkplatz spreche da Bände. Die jungen Leute erhoffen sich mit Unterstützung des inoffiziellen Fahrradmanagers an ihrer Schule, dem stellvertretenden Schulleiter Thomas Alt, vom Landkreis hierbei eine stärkere Beteiligung.

Ihr Beitrag gegen die Rad-Losigkeit ist das persönliche Engagement, die Teilnahme an der politischen Auseinandersetzung um ein nachhaltiges Radkonzept und vor allem das kräftige In-die-Pedale-Treten. Sie wollen für andere, Lehrer wie Schüler, Vorbild sein, damit es selbstverständlich wird, den Schul- und Arbeitsweg mit dem Velo zu bewältigen.