Gemeinde Tholey gibt Verkehrssicherheitskonzept in Auftrag

Damit die Straßen sicherer werden : Tholey will Verkehrssünder aufspüren

Fahrzeuge, die zu schnell unterwegs sind, sind allerorten ein großes Ärgernis. So auch in der Gemeinde Tholey. Obwohl es innerhalb von Ortschaften ein Tempolimit von 50 oder sogar 30 Kilometern pro Stunde gibt, halten sich viele Verkehrsteilnehmer nicht daran.

Wie Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU) mitteilt, haben in jüngerer Vergangenheit die Beschwerden darüber zugenommen.

Um Abhilfe zu schaffen, hatte die Gemeinde bereits vier Geschwindigkeitsanzeigegeräte angeschafft. Sie werden im Wechsel in den einzelnen Ortschaften eingesetzt und sollen die Verkehrsteilnehmer dafür sensibilisieren, sich an die Vorgaben der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu halten. Aber nicht nur das: „Die Auswertung dieser Geräte ist aufschlussreich. Insbesondere die durchschnittlich an den Messstellen gefahrenen Geschwindigkeiten geben gute Hinweise darauf, ob das Tempolimit tatsächlich regelmäßig überschritten wird oder nicht“, erklärt der Bürgermeister.

An einigen Stellen habe man so festgestellt, dass eine Vielzahl von Fahrzeugen zu schnell unterwegs ist und damit die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet. Darum kündigt der Verwaltungschef an: „Um weitere Maßnahmen in die Wege zu leiten, sollen in einem Gutachten nun mehrere Stellen, die sich auf alle Ortsteile der Gemeinde verteilen, genauer untersucht werden“. Es soll festgestellt werden, ob tatsächlich eine Gefahrenstelle besteht und wie die Gefahr verringert oder ganz vermieden werden kann. Hierbei sollen sowohl Lösungen durch bauliche Änderungen als auch durch striktere mobile oder stationäre Geschwindigkeitsüberwachung geprüft werden.

Den Auftrag für das Gutachten hat der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss der Gemeinde Tholey an das Büro VUT Sachverständige GmbH & Co. KG in Saarbrücken vergeben. Investiert werden dafür rund 9700 Euro. „Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden wir diese auswerten und gegebenenfalls dort, wo es notwendig ist, handeln“, so Schmidt.

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