Generationen am Hochbeet: Grundschüler zeigten grüne Daumen

Generationen am Hochbeet : Grundschüler zeigten grüne Daumen

Spaß, schmutzige Hände und unbeschwerte Kommunikation bei Pflanz-Aktion im Seniorenhaus in Hasborn.

Schon von weitem waren die 19 Schüler der Grundschule Hasborn-Dautweiler in Begleitung von Klassenleiterin Elke Thies zu hören. Ihr Ziel: das Caritas-Senioren-Hauses Hasborn. Unter dem Motto „Miteinander der Generationen“ wollten sie zusammen mit den Bewohnern Erdbeer-Pflanzen, Gemüse und Kräuter in die Hochbeete pflanzen. Diese Aktion gab es bereits in den Vorjahren. Hausleiterin Vera Schmidt begrüßte die Kinderschar und betonte, wie sehr sie sich über die Unterstützung im Garten freue. Spaß, schmutzige Hände und unbeschwerte Kommunikation sollten folgen.  Das Wetter spielte an diesem Maivormittag mit und schickte die Sonne raus. Trotzdem trauten sich aufgrund der kühlen Temperaturen nur wenige Senioren in den Garten. Warm eingepackt setzten sich einige auf die Bänke und schauten zu, wie Erdbeerpflanzen, Maggikraut, Salat, Petersilie und verschiedene Kräuter einen geeigneten Platz bekamen.

Doch bevor die kleinen Pflanzen gesetzt werden konnten, musste frische Erde aufgefüllt werden. In angenehmer Pflanzhöhe schütteten die Kinder Sack für Sack in die Hochbeete. Die Verteilung der Erde machte Spaß. Und ein Wettbewerb „wer hat zum Schluss die schmutzigsten Hände“ entbrannte, berichtet eine Sprecherin des Seniorenhauses mit.

Nach dem Verteilen der Erde bemerkten die Kinder am Rande des Beetes „komisches Grünzeug“. „Muss das Gras weg?“, fragte ein Schüler in die Runde. „Nein, das ist Schnittlauch“, sagte Monika Saar von der sozialen Begleitung und lachte. Sie nahm die Frage zum Anlass, kleine Stückchen Schnittlauch zum Probieren rundzureichen. Aufmerksam hörten die Kinder zu, als sie erklärte, was man mit Schnittlauch alles machen kann. Mit großer Begeisterung bestückten sie anschließend die Pflanztöpfe und das Beet. Dabei gab es eine kurze Pause, als die Kinder vorübergehend durch eine Kellerassel, die vor ihren Händen entlang huschte, abgelenkt wurden. Gut, dass in diesem Moment Monika Saar mit einer Spezialaufgabe kam: „Wer hilft mir denn an der Kräuterspirale?“, rief sie, und ruckzuck meldeten sich einige Mädchen. Dort  roch es  nach bekannten Kräutern. Aber es war noch genügend Platz für weitere Kräuterpflanzen.

An den Blumentöpfen hatten die Schüler viel Spaß beim Bepflanzen. Ein Wettbewerb entbrannte: Wer hat die schmutzigsten Hände? Foto: Silke Frank

Schnell verging die Zeit im Garten. Zur Freude der Schüler brachte Susanne Groß eine  Belohnung in Form von Brezeln und Getränken. Klassenleiterin Elke Thies ließ es gerne zu, den Besuch noch etwas zu verlängern. Flott setzte sich Jung neben Alt, und gemeinsam wurde noch lange „stille Post“ geflüstert und bei „Laurentia, liebe Laurentia mein…“ kräftig geschunkelt.

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