Floriansveranstaltung in Tholey

So ist es um die Feuerwehr in der Gemeinde Tholey bestellt : Ehrungen und neue Ämter zum Florianstag

Bei einer Veranstaltung im Tholeyer Rathaus zog der Bürgermeister auch Bilanz in Sachen Feuerwehr.

„Retten. Löschen. Bergen. Schützen. Das sind die Funktionalitäten für die Feuerwehr im Einsatz ist“, leitete Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU) seine Ausführungen bei der Floriansveranstaltung im Rathaus in Tholey ein. Er bemerkte, dass die Zahl der Brandeinsätze sinke. Dem gegenüber steht die Zunahme der Einsätze zur technischen Hilfe. „Wo andere Menschen raus rennen, da läuft die Feuerwehr rein“, sagte der Bürgermeister. „Das verdient meine größte Anerkennung und die Anerkennung aller in der Gemeinde.“

Zurzeit hat die Feuerwehr in der Gemeinde Tholey eine Gesamtstärke von 522 Mitgliedern in sieben Löschbezirken. Davon sind 293 aktiv. 31 der Mitglieder sind weiblich. Tendenz steigend. Die Jugendfeuerwehr umfasst 135 Mitglieder, davon 17 weibliche. Hinzu kommen noch 36 Bambinis bis zu einem Alter von acht Jahren. Neun davon sind Mädchen. Damit ist die Jugendfeuerwehr die größte Jugendorganisation in der Gemeinde Tholey, hielt der Bürgermeister fest. 58 Mitglieder umfasst die Alterswehr. Insgesamt hat die Feuerwehr in der Gemeinde 19 Fahrzeuge zu unterhalten.

Im Jahr 2018 mussten die Löschbezirke der Gemeinde zu 21 Brandeinsätzen ausrücken. Dabei galt es, 20 Kleinbrände und einen mittelgroßen Brand zu löschen. 110 Einsätze im Bereich der technischen Hilfe schlagen zu Buche. Insgesamt wurden 18 Menschenleben gerettet. Dem veränderten Anforderungsprofil müssen sowohl die technische Ausrüstung als auch die Ausbildung der Wehrleute angepasst werden, so der Bürgermeister. Nennenswerte Einsätze des vergangenen Jahres waren ein großer Ölschaden am Tennisheim in Bergweiler und eine beachtliche Anzahl an Hochwassereinsätzen. „Kamen solche Einsätze früher alle fünf bis zehn Jahre einmal vor, so sind sie inzwischen fast schon Alltag geworden“, wertete Schmidt die veränderte Situation. Diese neue Art der Einsätze fordere eine Verstärkung der interkommunalen Zusammenarbeit auch über die Kreisgrenzen hinaus, stellte der Verwaltungschef fest.

Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde mehr als  30 000 Euro in die Schutzausrüstung der Wehrleute investiert. Drei LKW-Führerscheine wurden unterstützt. Für den Löschbezirk Hasborn-Dautweiler ist eine Vorstudie zur Planung zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Auftrag gegeben worden. Am 19. Mai wird es, von der Jugendfeuerwehr organisiert, in Tholey den ersten Schaumbergturmlauf geben, kündigte der Bürgermeister weiter an. Am Feuerwehrgerätehaus in Bergweiler wird ein Lagezentrum für Flächenlagen eingerichtet.

„Die Löschbezirke in der Gemeinde Tholey sind ein Garant für die Sicherheit der Bürger in der Gemeinde“, bemerkte der Kreisbrandinspekteur Dirk Schäfer. Er hob auch die besonderen Kompetenzen der Gemeindewehr hervor, die landkreisweit in den Bereichen Gefahrenabwehr und vorbeugender Schadensabwehr zum Tragen kommen. „Die Feuerwehren im Landkreis stehen vor einem großen Umbruch. Elementare Veränderungen zeichnen sich ab. Seit 2017 haben wir daher die interkommunale Zusammenarbeit vorangetrieben. Die Zusammenarbeit zwischen den Wehren und den Bürgermeistern ist hervorragend“, sagte der Kreisbrandinspekteur. Er sieht in der interkommunalen Zusammenarbeit auch eine Chance, die Wehren zu entlasten und sie frei für ihre eigentlichen Aufgaben zu machen.

Zusammen mit dem Kreisbrandinspekteur, dem Gemeindewehrführer und dem Bürgermeister ehrte zum Schluss der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Klaus-Peter Schorr, verdiente Angehörige der Feuerwehr.

Für ihre 25-jährige Tätigkeit wurden Dominik Ames, Dominik Lauscher, Stephan Nagel und Mirko Paul jeweils mit dem bronzenen Feuerwehrehrenzeichen am Bande ausgezeichnet.

Für 35 Jahre in der Feuerwehr erhielten Bernd Besch, Gerhard Engel, Christian Moutty, Joachim Moutty und Lars Warken Urkunden sowie jeweils das goldene Feuerwehrehrenzeichen am Bande.

40 Jahre sind Ralph Hoffmann, Klaus-Dieter Platz, Erik Schütz, Christoph Simon und Frank Wilhelm in der Feuerwehr. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Karl-Heinz Loch und Guido Simon geehrt.

Im Anschluss wurde Fabian Rackwitz zum stellvertretenden Gerätewart im Löschbezirk (LBZ) Bergweiler-Sotzweiler ernannt. Kevin Brachmann wurde Jugendfeuerwehr (JFW)-Beauftragter des LBZ Hasborn-Dautweiler, Jascha Groß wurde zum stellvertretenden JFW-Beauftragten in Hasborn-Dautweiler ernannt und René Klein für das gleiche Amt in Tholey. Michael Bauer wird JFW-Beauftragter in Überroth-Niederhofen und Tim Joos sein Stellvertreter. Ramona Müller wurde zur stellvertretenden JFW-Beauftragten im LBZ Lindscheid ernannt und Jutta Wagner bekleidet die gleiche Funktion in Theley. Gleichzeitig wurde sie stellvertretende Gemeindejugendfeuerwehrbeauftragte. Bernd Warken ist jetzt Gemeindejugendfeuerwehrbeauftragter.

Zum Löschmeister wurde Philipp Scherer befördert. Oberlöschmeister wurden Christin Schnur, Manuel Weber, Marcus Weitz und René Klein. Harald Hero ist ab sofort Oberbrandmeister. In die Alterswehr wurden Bernhard Backes, Andreas Bernarding, Gerhard Eckert, Gerhard Engel, Karl-Heinz Loch und Winfried Simon übernommen.

Karl-Heinz Loch erhält aus den Händen des stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Klaus Peter Schorr, die Ehrennadel für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Foto: Ralf Mohr

Aus dem Amt des Löschbezirksführers schieden aus: Michel Bauer im LBZ Überroth-Niederhofen und Bernd Warken im LBZ Theley. Aus dem Amt des stellvertretenden Löschbezirksführers schieden aus: Francesco Alongi (LBZ Tholey), Daniel Hoffmann (Überroth-Niederhofen), Martin Johann (Hasborn-Dautweiler) und Philipp Scherer (Lindscheid).

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