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Tafel-Kunden den Einkauf versüßt

Tafel-Kunden den Einkauf versüßt

St.Wendel. Vor der St. Wendeler Tafel stehen wie an jedem Ausgabetag die Bedürftigen und warten darauf, ihre Lebensmittel für die Woche zu erhalten. Doch dieses Mal erwarten sie im Verkaufsraum nicht nur die üblichen Lebensmittel. Eine kleine Firmgruppe aus Theley hat Kuchen gebacken und Kaffee gekocht und jeder, der ein Stück möchte, darf sich bedienen

St.Wendel. Vor der St. Wendeler Tafel stehen wie an jedem Ausgabetag die Bedürftigen und warten darauf, ihre Lebensmittel für die Woche zu erhalten. Doch dieses Mal erwarten sie im Verkaufsraum nicht nur die üblichen Lebensmittel. Eine kleine Firmgruppe aus Theley hat Kuchen gebacken und Kaffee gekocht und jeder, der ein Stück möchte, darf sich bedienen. Rückblende: Im Zuge ihrer Firmvorbereitung haben sich 14 Jungs für die St. Wendeler Tafel als soziales Projekt, in das sie eine Zeit lang Einblick haben dürfen, entschieden. "Erst habe ich den Jungs mal alles gezeigt", sagt die ehrenamtliche Leiterin der Tafel, Rosi Klos. Der Verkaufsraum der Tafel wurde besichtigt und den Jugendlichen erklärt, wie die Tafel ihre Lebensmittel erhält. Die Firmlinge überlegten, welche Aktion sie hier durchführen könnten und kamen auf die Idee an einem Ausgabetag in der Tafel Kaffee und Kuchen zu verteilen, der natürlich selbst gebacken wurde. Da die Gruppe mit 14 Leuten zu groß war, wurde sie aufgeteilt, der erste Teil war bereits am 20. Oktober in der Tafel zu Besuch.Wie die Gruppe vor rund zwei Wochen, gehen die Jugendlichen auf die Bedürftigen zu, kommen mit ihnen ins Gespräch und fragen, ob sie ein Stück Kuchen oder eine Tasse Kaffee haben möchten. "Ich wundere mich, dass so viele Bedürftige kommen und sich trauen", schildert Merlin Merks, einer der Firmlinge, seine Erfahrung. Es ist den Firmlingen anzusehen, dass es ihnen Spaß macht, den bedürftigen Menschen zu helfen und dass sie von dieser Begegnung auch etwas mit in den Alltag nehmen. Die Aktion der Firmlinge hat Rosi Klos auf die Idee gebracht, so etwas öfter anzubieten, sie sagt, sie habe gemerkt, dass die Bedürftigen bei Kaffee und Kuchen viel besser ins Gespräch kommen und sich dadurch Probleme einfacher besprechen ließen.