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Miniphänomenta begeistert Kinder

Miniphänomenta begeistert Kinder

Oberlinxweiler. Wenn eine Geschichte oder eine Sache außergewöhnlich und einzigartig, erstaunlich und unglaublich, also phänomenal ist, dann erregt sie Bewunderung und weckt Begeisterung. Das können die Jungen und Mädchen der Oberlinxweiler Grundschule in diesen Tagen erleben

Oberlinxweiler. Wenn eine Geschichte oder eine Sache außergewöhnlich und einzigartig, erstaunlich und unglaublich, also phänomenal ist, dann erregt sie Bewunderung und weckt Begeisterung. Das können die Jungen und Mädchen der Oberlinxweiler Grundschule in diesen Tagen erleben. Sie experimentieren nicht nur an einer einzigen phänomenalen Station, sondern gleich an 25 - und das zwei Wochen lang. Das Projekt nennt sich Miniphänomenta. Es wurde an der Flensburger Universität entwickelt, wird vom Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes getragen und will bei den Kindern das Verständnis von Naturwissenschaft und Technik wecken. Allerdings: Den Schülern wird dabei nichts erklärt oder erläutert. Sie sollen den Dingen selbst auf den Grund gehen, die Phänomene beobachten, miteinander sprechen und Erklärungen suchen. Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen sind fasziniert, wenn auf den vielen Experimentierfeldern Dinge geschehen, die man einfach nicht für möglich hält. Oder wenn sich bestimmte Objekte anders verhalten, als man vorausgedacht hat. In den großen Pausen, ab und zu auch während einer ganzen Unterrichtsstunde, befassen sich die Kinder aller Klassenstufen mit diesen außergewöhnlichen Geräten und verlassen das Experimentierfeld danach immer etwas klüger als zuvor. Beim Besuch der SZ waren Kinder der vierten Klassenstufe beim Ausprobieren. So schlug Lisa mit einer Sandale auf das Ende von unterschiedlich großen Wasserrohren aus Kunststoff und erzeugte dabei verschieden hohe Töne. Nico setzte einen Würfel in Bewegung, der über eine unebene Bahn aus Holz richtig rollte. Florian verschwand für einige Minuten in einer Dunkelkammer. Das darin installierte blaue Licht veränderte die Farben seines T-Shirts in ungeahnter Weise. Kaum fassen konnte es Celine, dass übereinander geschobene rote, gelbe und blaue Glasplatten plötzlich ganz andere Farbtöne hergaben. Am liebsten hätte Carla den Luftballon als Spielzeug mit nach Hause genommen, der über einem Luftstrom wie wild tanzte. Carlotta brachte es fertig, mit einem pendelnden Senkblei auf Sand zu malen. Den Kindern machte es Spaß, Kompassnadeln mit einem Magnet zu bewegen, eine Kugel bergauf rollen zu lassen und herauszubekommen, warum drei Murmeln über drei Bahnen verschieden schnell laufen. Ein Doppelspiegel vervielfachte einen in einer Kammer stehenden Spielbagger so oft, dass seine Zahl nicht mehr ausgemacht werden konnte. Schulleiter Hartmut Schiffler legte einen 50-Euro-Schein in die Kammer, der dann unzählige Male in den Spiegeln auftauchte. "Das muss ich mal Bürgermeister Klaus Bouillon zeigen", lachte Schiffler. Noch bis zum morgigen Dienstag, 9. Juni, können die Kinder den Geheimnissen auf den Grund gehen. Selbst auf die Eltern hat die Miniphänomenta übergegriffen. So hat Waldemar Meyer aus Remmesweiler bereits mehrere Geräte nachgebaut. gtr