Handwerk darf nicht vergessen werden

Handwerk darf nicht vergessen werden

GlasveredelungHandwerk darf nicht vergessen werdenZum Artikel "Glasveredlung und hochwertige Unikate" (SZ vom 7. Dezember)Herzlichen Dank an den Verfasser dieses Berichtes. Das mit wachem Interesse vorgestellte Porträt eines der letzten privat arbeitenden Wadgasser Glaskünstlers weckt Bewunderung und Anerkennung

Glasveredelung

Handwerk darf nicht

vergessen werden

Zum Artikel "Glasveredlung und hochwertige Unikate" (SZ vom 7. Dezember)

Herzlichen Dank an den Verfasser dieses Berichtes. Das mit wachem Interesse vorgestellte Porträt eines der letzten privat arbeitenden Wadgasser Glaskünstlers weckt Bewunderung und Anerkennung. Ein wahrer Lichtblick in der eher sang- und klanglos beendeten, über 167 Jahre dauernden stolzen Geschichte Wadgasser Glasmacherkunst.

Eine solch beachtliche Epoche handwerklicher Kunst und Fähigkeit verdient einen lebendigen Platz in unserer Erinnerung. Hatten doch bereits die Wadgasser Prämonstratenser-Chorherren in Werbeln die erste Wadgasser Glashütte im ausgehenden 17. Jahrhundert gegründet und die Tradition der Glasherstellung in Wadgassen begonnen.

Bedauerlich, dass es bis heute keinen offiziellen Raum, keinen Ort gibt, an dem diese Geschichte gesammelt, dokumentiert, gewürdigt und für die nachrückende Bevölkerung in Erinnerung gehalten wird. Andere Glasmacherorte wie zum Beispiel das benachbarte Ludweiler wären hier ein gutes Beispiel dafür, wie man eine solche Geschichte angemessen würdigen kann. Hoffentlich bleiben wenigstens die restlichen noch vorhandenen steinernen Zeugen wie etwa die alten Glasöfen auf dem Gelände der ehemaligen Kristallerie im Gesamtkonzept des dort geplanten Outlet-Centers erhalten und werden für eine künftige erinnernde Begegnung fachgerecht und behutsam integriert. Stanislaus Klemm, Wadgassen, Verein für kulturelle und geschichtliche Arbeit im Bisttal